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„Die Vergesslichkeit der Eichhörnchen“ läuft im Ophüls-Wettbewerb

„Die Vergesslichkeit der Eichhörnchen“ beim Filmfestival Max Ophüls Preis : Der Engel aus der Ukraine im Spielfilm-Wettbewerb

Ein Engel geht auf Reisen. Aus purer Not. Das holde Wesen heißt Marija und wird gespielt von Emilia Schüle. Sehr jung, sehr zart, sehr unschuldig wirkt sie. Der Engel kommt aus der Ukraine nach Deutschland, um als 24-Stunden-Pflegerin den demenzkranken Curt (Günther Maria Halmer) zu versorgen.

So weit, so gut. Doch dann stellt sich heraus, dass Marija schon stolze 27 Jahre alt und Mutter eines fünfjährigen Sohnes ist. Allerdings sieht sie nicht aus wie 27, sondern wie 17. Aber sei’s drum, wir sind ja in einem Märchen. Das Personal ist überschaubar. Curts Tochter Almut (Anna Stieblich) ist die böse Hexe, die Marija das Leben schwer macht. Ihr Bruder Phillip (Fabian Hinrichs) ist der böse Wolf, der Marija belauert, um ihr an die Wäsche zu gehen. Und Curt, der Demenzkranke, weist Marija zunächst ab, sieht aber später in ihr seine verstorbene Ehefrau.

„Die Vergesslichkeit der Eichhörnchen“ von Nadine Heinze und Marc Dietschreit ist trotz des Themas Demenz ziemlich leichte Kost. Eine Tragikomödie mit einigen schönen Szenen, der es aber an Glaubwürdigkeit fehlt und die allzu leichtfertig Klischees bedient.