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Deutschland und Frankreich planen gemeinsame Kulturinstitute.

Kulturinstitute geplant : Deutsch-französisch in aller Welt

Deutschland und Frankreich planen gemeinsame Kulturinstitute.

Deutschland und Frankreich wollen ihre Zusammenarbeit auch im Bereich Kultur und Medien vertiefen. Anlässlich der Unterzeichnung des Aachener Vertrags gaben beide Länder gestern die Gründung gemeinsamer Kulturinstitute bekannt. Wie das Auswärtige Amt erklärte, sind als erste Standorte Bischkek (Kirgistan), Erbil (Irak), Rio de Janeiro (Brasilien) und Palermo (Italien) geplant. Außerdem soll die deutsch-französische Medienkooperation verstärkt werden.

Deutschland und Frankreich hatten im Ministerrat im Juli 2017 vereinbart, bis 2020 mindestens zehn neue gemeinsame deutsch-französische Kulturinstitute zu gründen. Nach Angaben des Auswärtigen Amts bedeutet dies in der Praxis, dass an den Standorten Bischkek, Erbil, Rio de Janeiro und Palermo Goethe-Institut und Institut Français in einer integrierten lokalen Struktur aufgehen. Die neuen Institute sollen einen gemischten zweisprachigen Mitarbeiterstab haben, die Leitung wird entweder vom Goethe-Institut oder vom Institut Français übernommen.

Als weitere Standorte sind Atlanta (USA), Cordoba (Argentinien), das britische Glasgow, Minsk in Weißrussland und Gaza (Palästinensische Autonomiegebiete) vorgesehen.

Zu der bilateralen Zusammenarbeit im Kultur- und Medienbereich zählt laut Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) auch die Schaffung einer Digitalplattform. Damit solle ein Forum für europaweit relevante Themen geschaffen werden, die junge Menschen beträfen oder bewegten, sagte Grütters. In einer Kooperation deutscher und französischer Rundfunksender und anderer Medienanbieter soll dieses Format mit neuem Zuschnitt und europäischen Inhalten entstehen.