Deutsche Kulturwoche in Iran

Mit Doris Dörrie und Florian Henckel von Donnersmarck : Deutsche Kulturwoche in Iran mit Goethes „Divan“

In Schiras in Südiran hat am Donnerstag eine fünftägige deutsche Kulturwoche begonnen. Anlass ist das Erscheinen von Johann Wolfgang von Goethes Gedichtband „West-Östlicher Divan“ vor 200 Jahren.

Auf dem Programm der von der deutschen Botschaft in Teheran organisierten Kulturwoche stehen zahlreiche Veranstaltungen in den Bereichen Kunst, Literatur und Wissenschaft. Aus Deutschland eingeladen sind unter anderem der Filmemacher und Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck, die Filmemacherin und Schriftstellerin Doris Dörrie, die Goethe-Expertin Anke Bosse sowie der Islamwissenschaftler Stefan Weidner.

Zu seiner Gedichtsammlung „West-Östlicher Divan“ war Goethe (1749 bis 1832) von dem persischen Dichter Schams ed-Din Mohammed Hafis (1320 bis 1388) inspiriert worden. Die Jubiläumsveranstaltung findet daher auch im Mausoleum von Hafis in dessen Heimatstadt Schiras statt. Hafis gehört zu den bedeutendsten persischen Dichtern, dessen Gedichtband „Divan‘e Hafis“ in fast jedem iranischen Haushalt zu finden ist. Seine mystischen Gedichte gelten für Iraner auch als Lebensweisheiten und werden daher auch immer wieder zitiert.

In Weimar steht ein Hafis-Goethe-Denkmal. Eingeweiht wurde es im Jahr 2000 von den Ex-Präsidenten Johannes Rau und Mohammed Chatami. Chatami hatte damals Goethe und Hafis als „Idealbild eines Ost-West-Dialogs“ bezeichnet. Rau sprach vom „schönsten Beispiel für einen gelungenen Dialog der Kulturen“.

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