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Daston war bis 2019 Direktorin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte.

Dotiert mit 100 000 Euro. : Gerda-Henkel-Preis für Wissenschaftshistorikerin

Die US-amerikanische Wissenschaftshistorikerin Lorraine Jenifer Daston erhält den mit 100 000 Euro dotierten Gerda-Henkel-Preis. Die ehemalige Direktorin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin gehöre zu den den weltweit renommiertesten Vertreterinnen und Vertretern ihres Gebietes, begründete die Gerda Henkel Stiftung am Dienstag in Düsseldorf die Entscheidung.

Daston habe mit ihren innovativen Forschungen nicht nur ihr Fach, sondern auch die Geisteswissenschaften insgesamt nachhaltig geprägt.

„In einer Zeit, in der Wert und Glaubwürdigkeit wissenschaftlicher Erkenntnis auf ganz unerwartete Weise relativiert oder auch grundsätzlich infrage gestellt werden, kommt den wissenschaftshistorischen Forschungen der Preisträgerin höchste Bedeutung und Aktualität zu“, erklärte die Jury.

Daston war von 1995 bis zu ihrer Emeritierung 2019 Direktorin am Max-Planck-Institut. Gerda Henkel (1888-1966) gehörte zur Chemie-Industriellen-Firma, die mit dem Waschmittel Persil berühmt wurde.