Architektur: Chipperfield-Haus wird nun doch verschenkt

Architektur : Chipperfield-Haus wird nun doch verschenkt

() Was lange währt: Nach einem zweimaligen Rückzieher schenkt die Galeristenfamilie Bastian ihr Chipperfield-Haus in Berlin nun doch der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Das futuristische Galeriehaus an der Museumsinsel soll ein kulturelles Bildungszentrum vor allem für junge Leute werden. Es stammt vom britischen Stararchitekten David Chipperfield, der derzeit gegenüber das neue Eingangsgebäude der Museumsinsel baut.

()  Was lange währt: Nach einem zweimaligen Rückzieher schenkt die Galeristenfamilie Bastian ihr Chipperfield-Haus in Berlin nun doch der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Das futuristische Galeriehaus an der Museumsinsel soll ein kulturelles Bildungszentrum vor allem für junge Leute werden. Es stammt vom britischen Stararchitekten David Chipperfield, der derzeit gegenüber das neue Eingangsgebäude der Museumsinsel baut.

  Um das lichte 2000-Quadratmeter-Haus hatte es ein langes Hin und Her gegeben. 2016 teilte die Stiftung mit, der schwäbische „Schraubenkönig“ und Kunstsammler Reinhold Würth werde den Ankauf des Gebäudes für die Staatlichen Museen finanzieren. Wenige Tage später erklärte die Familie Bastian jedoch, sie schenke der Stiftung das Haus nun selbst. Im Mai zogen die Eigentümer das Angebot dann aber überraschend wieder zurück.

  Inzwischen sei alles ausreichend geklärt, sagte Firmengründer Heiner Bastian. „Der Mut, dieses Haus zu bauen, ist auch der Mut, es wieder loszulassen.“ Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und Stiftungspräsident Hermann Parzinger dankten Bastian, seiner Frau Céline und dem Sohn Aeneas. Hinter den Kulissen muss hart um das Geschenk gerungen worden sein. Im Mai hatte Bastian den Rückzieher mit der emotionalen Bindung seiner Familie an das Haus erklärt: „Dieses wunderbare Haus an dieser wunderbaren Stelle – es wäre, als hätten wir unsere Seele weggeben.“

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