Deutscher Film provoziert: Buh-Rufe und Beifall für deutschen Berlinale-Film

Deutscher Film provoziert : Buh-Rufe und Beifall für deutschen Berlinale-Film

Der dreistündige deutsche Wettbewerbsfilm „Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot“ von Philip Gröning hat gestern bei der ersten Berlinale-Pressevorführung gespaltene Reaktionen provoziert. Zahlreiche Medienvertreter verließen die Aufführung lange vor dem Ende, nach dem es Beifall und Buh-Rufe gab. Gröning, der als Regisseur, Autor, Produzent und Kameramann fungiert, spiegelt in oft quälend langen Einstellungen vor allem das Vergehen von Zeit. Der Film zeigt dazu die inzestuöse Liebe des jugendlichen Zwillingspaares Elena und Robert. „Zeit unterscheidet den Menschen wesentlich von anderen Lebewesen“, sagte Gröning gestern in Berlin. „Darüber wollte ich nachdenken, auch über das Vergehen, das Zerbrechen von Zeit.“

Der dreistündige deutsche Wettbewerbsfilm „Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot“ von Philip Gröning hat gestern bei der ersten Berlinale-Pressevorführung gespaltene Reaktionen provoziert. Zahlreiche Medienvertreter verließen die Aufführung lange vor dem Ende, nach dem es Beifall und Buh-Rufe gab. Gröning, der als Regisseur, Autor, Produzent und Kameramann fungiert, spiegelt in oft quälend langen Einstellungen vor allem das Vergehen von Zeit. Der Film zeigt dazu die inzestuöse Liebe des jugendlichen Zwillingspaares Elena und Robert. „Zeit unterscheidet den Menschen wesentlich von anderen Lebewesen“, sagte Gröning gestern in Berlin. „Darüber wollte ich nachdenken, auch über das Vergehen, das Zerbrechen von Zeit.“

Zur Brutalität am Filmende sagte Gröning: „Gewalt schlummert tief im Menschen, ist uns aber fremd. Wir verstehen nicht, warum sie stattfindet. Deshalb habe ich es so gesetzt, dass das im Film verstört. Gewalt ist ein Riss, den wir im Leben aushalten müssen. Und auch im Kino.“

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