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Bouillons Umgang mit Pingusson-Bau gefällt SPD nicht

Baudenkmal : SPD kritisiert Bouillons Umgang mit Pingusson-Bau

SPD-Fraktionschef Ulrich Commerçon hat die Pläne von Saar-Bauminister Klaus Bouillon (CDU) zum Pingusson-Bau scharf kritisiert. Dieser hatte am Freitag die laufenden Bauprojekte der CDU/SPD-Landesregierung vorgestellt.

420 Millionen Euro sind hierfür veranschlagt. Nicht mit dabei ist allerdings der Pingusson-Bau, das ehemalige Gebäude des Kultusministeriums an der A 620 in Saarbrücken. Laut Commerçon wäre es „absurd“ dieses Gebäude niederzureißen. Dazu erklärte er: „Bouillon will ja, dass wir mit unserer Fraktion für den nächsten Doppelhaushalt stimmen.“ Ob diese Zustimmung von der Sanierung des Gebäudes abhänge oder nicht ließ er offen. Laut Commerçon sei auch Ministerpräsident Tobias Hans bei der Sanierungs-Frage auf seiner Seite.

Der Pingusson-Bau ist nach seinem Architekten Georges-Henri Pingusson benannt. Seit 1955 steht das Gebäude, das zunächst der französischen Botschaft eine Heimat bot. Vielen gilt es als Symbol für die Deutsch-Französische Freundschaft. Nun ist es sanierungsbedürftig. Die Erneuerung soll etwa 53 Millionen Euro kosten. Ein Wirtschaftlichkeitsgutachten steht allerdings noch aus. Das solle in vier Wochen vorliegen, erklärte Bauminister Bouillon. Dann wolle er abwägen: „Brauchen wir notwendige Baumaßnahmen in den Kommunen oder Mittel, um diese Erinnerungskultur zu finanzieren?“