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Berliner Streit zwischen Staatsballett und Sasha Waltz spitzt sich zu

Berliner Streit zwischen Staatsballett und Sasha Waltz spitzt sich zu

Der Dissens zwischen der Choreografin Sasha Waltz und dem Berliner Staatsballett verschärft sich: Die Tänzer sagten gestern ein für heute geplantes Treffen mit Waltz und ihrem designierten Co-Intendanten Johannes Öhman ab. Die Kulturverwaltung habe verlangt, die Fragen der Tänzer 24 Stunden vorher vorgelegt zu bekommen, teilten die Ballettsprecher mit. Zudem gebe es laut Verwaltung bisher kein Konzept für die Doppelintendanz. Unter diesen Umständen habe ein Treffen keinen Sinn.

Waltz und Öhman antworteten in einem Brief an die Tänzer, sie hätten der Compagnie ihre "Zukunftsvision" darlegen wollen. Die wichtigsten Punkte bündelten sie in einem von der Kulturverwaltung veröffentlichten Brief. Darin heißt es abschließend: "Wir finden es bedauernswert, dass der aktuelle Ton, der aggressive Diskurs und die Verbreitung von Desinformation das Ansehen der Institution Staatsballett schädigt."

Die Tänzer lehnen die vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) als Compagnie-Chefin vorgeschlagene Waltz ab. Sie sei als Vertreterin modernen Tanztheaters für klassisches Ballett ungeeignet. In ihrem Antwortbrief betonten Waltz und Öhman, sie setzten sowohl auf klassische als auch auf zeitgenössische Choreografien. Das Staatsballett müsse einen Sprung in die Zukunft wagen, um eines der führenden Repertoire-Ensembles in Europa zu werden.