Anke Stelling (Belletristik) und Harald Jähner (Sachbuch) gewinnen den Leipziger Buchpreis

Leipziger Buchpreis : Leipziger Buchpreis für Anke Stelling und Harald Jähner

(kna) Der Preis der Leipziger Buchmesse 2019 geht an die Berliner Autorin Anke Stelling. Sie erhielt ihn gestern für ihren Roman „Schäfchen im Trockenen“, der eine schonungslose Analyse des Selbstverwirklichungsmilieus in Berlin ist.

„Im Rückblick auf verlorene Illusionen entsteht eine verstörend uneindeutige, scharf belichtete Momentaufnahme der Gegenwart“, urteilte die Jury. In der Kategorie „Sachbuch/Essayistik“ gewann der Journalist Harald Jähner mit seiner Mentalitätsgeschichte „Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945-1955“, in deren Fokus die sich wandelnde Alltagswelt der Nachkriegszeit steht. Jähner zeige, wie sich nach der „Stunde Null“ ein ganzes Land neu erfunden habe, so die Jury. Eva Ruth-Wemme wurde für ihre Übersetzung des rumänischen Romans „Verlorener Morgen“ von Gabriela Adamesteanu ausgezeichnet, der ein Panorama vom Ersten Weltkrieg über den Terror der 50er bis zum Ende der Ceausescu-Diktatur 1989 zeichnet.

Mehr von Saarbrücker Zeitung