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Nach Streit wird bei Bosch Homburg Betriebsrat neu gewählt

Homburg. Michael Jungmann

Rund 4600 Mitarbeiter der Bosch-Dieseleinspritzpumpen-Werke in Homburg sind erneut zu den Wahlurnen gerufen. Nach der erfolgreichen Anfechtung der Betriebsratswahlen vom März letzten Jahres wird die Arbeitnehmervertretung der Robert Bosch GmbH mit insgesamt 29 Mitgliedern, davon sieben freigestellte Betriebsräte, neu gekürt. Der 2014 gewählte Betriebsrat hatte im Dezember mit seinem geschlossenen Rücktritt den Weg für die Neuwahlen frei gemacht. Das Gremium blieb aber weiter geschäftsführend im Amt. Die Neuwahlen finden am Donnerstag, 5. März, Freitag, 6. März, und Montag, 9. März, statt. Neben der IG Metall , die das Gremium bislang dominierte, treten die Christliche Gewerkschaft Metall und "Die Alternative" an.

Bei der Wahl vor einem Jahr hatte der damalige Wahlvorstand die Vorschlagsliste "Die Alternative" wegen angeblicher Mängel nicht zugelassen. Dagegen klagten Mitarbeiter vor dem Arbeitsgericht Neunkirchen. Der Richter erklärte die Wahl auch wegen Unregelmäßigkeiten bei der Stimmenauszählung für unwirksam. Die Verhandlung des Landesarbeitsgerichtes über eine dagegen eingelegte Beschwerde ist zwar für Ende Mai terminiert, wird aber mit der Neuwahl des Betriebsrates hinfällig.