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Müller drängt auf langfristigen Erhalt des VCS-Call-Centers

Saarbrücken. Die Landesregierung soll sich für den Erhalt und Ausbau des Saarbrücker Call-Centers der Telekom-Tochter Vivento Customer Services (VCS) einsetzen. Das forderte der Betriebsratsvorsitzende Max Merkel und stieß damit offenbar auf offene Ohren

Saarbrücken. Die Landesregierung soll sich für den Erhalt und Ausbau des Saarbrücker Call-Centers der Telekom-Tochter Vivento Customer Services (VCS) einsetzen. Das forderte der Betriebsratsvorsitzende Max Merkel und stieß damit offenbar auf offene Ohren. Denn Ministerpräsident Peter Müller (CDU), der am Mittwoch eine Betriebsversammlung der VCS besucht hatte, bekräftigte das Ziel, "den Standort über 2012 hinaus zu sichern". In der Auseinandersetzung um die Schließung des Saarbrücker Telekom-Call-Centers im vergangenen Jahr hatte der Konzern für den hiesigen Standort seines Tochter-Unternehmens eine Bestandsgarantie bis Ende 2012 gegeben. Außerdem wurde zugesagt, die Beschäftigtenzahl nicht unter 500 fallen zu lassen, "was die Telekom bisher eingehalten hat", sagte Müller. Der Bonner Konzern hatte auch versprochen, die VCS Saarbrücken bis Ende 2010 nicht zu verkaufen. Eigentlich war die bundesweit tätige VCS 2003 gegründet worden, um diese ausgelagerten Unternehmensteile zu veräußern. Müller geht davon aus, dass sich die Telekom im Gegensatz zur Vergangenheit an die Vereinbarungen hält. Er drängt darüber hinaus darauf, dass die Telekom "weitere Ausbildungsplätze an der Saar schafft" und Zeitarbeiter, die längerfristig eingesetzt werden, gleichen Lohn wie die Festangestellten bekommen. mzt