Vor 35 Jahren Posaunenchöre pflegen auch nach 35 Jahren noch Freundschaften

Dillingen · Sechs Blasmusiker aus der DDR besuchten den Landesposaunentag in Dillingen.

Die sechs Bläser des Evangelischen Posaunenchores Hoyerswerda (Archivfoto) vor 35 Jahren beim 1. Dieffler Brunnenfest.

Die sechs Bläser des Evangelischen Posaunenchores Hoyerswerda (Archivfoto) vor 35 Jahren beim 1. Dieffler Brunnenfest.

Foto: Wolfgang Dittgen/Alfred Behr

Vor 35 Jahren, mit Beginn der Städtepartnerschaft zwischen Dillingen und Hoyerswerda im Jahre 1988, entstanden enge Beziehungen zwischen den Evangelischen Posaunenchören der beiden Städte.

Bereits wenige Wochen vor der offiziellen Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages gestattete die DDR-Regierung sechs Bläsern des Posaunenchores Hoyerswerda den Besuch des Landesposaunentages in Dillingen, der 1988 erstmals im Saarland stattfand. Maßgeblich beteiligt am Zustandekommen des Besuchs, nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den DDR-Behörden, waren die Leiter beider Posaunenchöre, Kirchenmusikdirektor Hans Krautzick (Hoyerswerda) und Bezirksobmann Wolfgang Dittgen (Dillingen).

Bedingung war für die DDR-Regierung die Zusage, dass dieser Besuch, so kurz vor Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages, keinen offiziellen Charakter haben darf. So wurde es zwischen dem damaligen für den evangelischen Kirchenkreis Hoyerswerda zuständigen Superintendenten Friedhart Vogel und der damaligen Oberbürgermeisterin von Hoyerswerda Christel Rudolf ausgehandelt.

Trotzdem waren die Bläser aus Hoyerswerda zu einem öffentlichen Auftritt bereit, und das auch noch am „Tag der Deutschen Einheit“, beim ersten Dieffler Brunnenfest, das zeitgleich mit dem Posaunentag stattfand.

Seitdem kam es zu vielen gegenseitigen Chorbesuchen, meist zu Jubiläen. Aber auch viele private Freundschaften wurden geschlossen, die auch nach 35 Jahren noch bestehen.

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