Schmelz Rat beschließt Unterstützung des Bauhofes bei Pflege der Grünflächen

Schmelz · Gerade im Hochsommer stößt das Grünflächenamt in Schmelz bei der Pflege der gemeindeeigenen Grünflächen rasch an seine Grenzen. Die Gemeinde will jetzt mit einer zusätzlichen Aushilfsstelle unter die Arme greifen. Im Gemeinderat sorgte das Thema jedoch kurzzeitig für Diskussionen.

Gemeinderat Schmelz stellt zusätzliche Kraft für Grünflächenpflege ein
Foto: Fred Kiefer

Eine bessere Pflege der Grünflächen in Schmelz: Dies war nicht nur ein Antrag der CDU-Fraktion auf der Gemeinderatssitzung im Oktober, sondern dort auch ein längerer Diskussionspunkt. Denn nach den Vorstellungen der Christdemokraten sollte hierzu ein entsprechender Rahmenvertrag ausgeschrieben werden.

Doris Kiefer (CDU) erklärte die Hintergründe des Antrages, wonach in diesem Jahr an die Fraktion zahlreiche Beschwerden über den schlechten Zustand der Grünflächen vonseiten der Bevölkerung herangetragen worden seien. Ziel des Rahmenvertrages solle nun sein, die Pflege der Grünflächen auch zu Spitzenzeiten des Grünwuchses sicherzustellen. Außerdem sollten so Überbelastungen der Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs vermieden werden.

Für die SPD-Fraktion begrüßte Oliver Pohl den Antrag der CDU. „Auch wir wollen eine Unterstützung für den Bauhof in Spitzenmähzeiten“, sagte der Fraktionschef. Er gab aber zu bedenken, dass man wohl kein Unternehmen finden werde, das eine umfangreiche Einsatzplanung über Monate gewährleisten könne. Hinzu komme noch die ungeklärte Preis- und Kostengestaltung. Die SPD machte daher den Vorschlag, eine Kraft auf der Basis von 520 Euro einzustellen, die in Spitzenzeiten die Arbeiter des Bauhofes unterstützen könne.

Auch Bürgermeister Wolfram Lang (SPD) konnte sich mit diesem Vorschlag anfreunden. „Einen Rahmenvertrag stelle ich mir schwierig vor. In heißen, trockenen Sommerzeiten ist wenig Arbeit. Regnet es und es ist feucht, ist mehr zu mähen. Auch ich möchte befristet eine Person einstellen, die einen Blick auf die Probleme wirft, vielleicht mit seinen eigenen Geräten Ordnung auf den Friedhöfen hält und so die Mitarbeiter des Bauhofes entlastet“, betonte der Bürgermeister.

In diesem Zusammenhang verwahrte er sich gegen die Kritik des CDU-Ortsverbandes Limbach über die Arbeit des Bauhofes. „Diese Generalkritik und Abrechnung, die unter die Gürtellinie gingen und die die Arbeitnehmer des Bauhofes in übelster Weise diskreditieren, möchte ich in diesem Rat nicht haben“, mahnte Lang. Der jetzige Antrag seitens der CDU-Fraktion sei hingegen „absolut in Ordnung“, sagte der Verwaltungschef zu den Ratsmitgliedern. Zum Schluss der Beratungen nahm die CDU-Fraktion ihren Antrag zurück und schloss sich dem Vorschlag von Bürgermeister Wolfram Lang an. Einstimmig beschloss der Rat, eine Arbeitskraft auf der Basis von 520 Euro für zwei Jahre, einzustellen.