Mit Brennnesseln die Schmetterlinge anlocken

Garten-Serie : Mit Brennnesseln die Schmetterlinge anlocken

Im März kann man sie manchmal schon beim Sonnenbaden am Wegrand beobachten: den Zitronenfalter, den Großen Fuchs oder das Tagpfauenauge. Nahrungsquellen wie Weidenkätzchen und Krokus sind jetzt sehr begehrt.

Doch die Lebensbedingungen für die Falter werden immer schwieriger. Von 170 Tagfalterarten in Deutschland stehen mehr als die Hälfte auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten.

Wer den Schmetterlingen helfen will zu überleben, kann auch im eigenen Garten eine Menge tun. Ein Schmetterlingsflieder genügt da nicht. Zwar naschen Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs und Admiral gern den süßen Nektar, den der beliebte Zierstrauch mit seinen violetten oder weißen Blüten anbietet. Doch die Raupen dieser Tagfalter brauchen deftigere Kost – etwa die Blätter der Großen Brennnessel. Insgesamt rund 50 Schmetterlingsarten lassen sich in ihrem Larvenstadium die Brennnessel schmecken.

Man sollte also beides in seinem Garten anbieten: Nektarpflanzen für die Falter und Futterpflanzen für die Raupen. Es muss ja nicht nur die Brennnessel sein: Schwalbenschwänze legen ihre Eier einzeln an Doldenblütlern wie der Wilden Möhre, aber auch an Fenchel, Kümmel, Dill und Möhre ab. So geht nicht die ganze Kulturpflanze zugrunde, wenn die Raupe daran nagt.

In ihrem Buch „Mein Schmetterlingsgarten“ gibt Biologin Elke Schwarzer weitere Tipps zur Gartengestaltung für Schmetterlinge: Wärmeinseln wie Trockenmauern einrichten, nicht spritzen, nicht düngen, eine Hecke aus heimischen Sträuchern als Windschutz pflanzen. Optimal ist nach Schwarzers Ansicht eine Blumenwiese statt eines sterilen Rasens.