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Mit Bartók als Kompass quer durch den Balkan

Saarbrücken. Judith Goldbachs Debüt-CD "Reisetagebuch" entfaltet eine faszinierende Aura. Als Kompass der Jazzbassistin aus Baden-Württemberg dient Belá Bartók, der vor 100 Jahren als Pionier der Volkslied-Feldforschung mit dem Phonographen ländliche Melodien Südosteuropas aufzeichnete und die Einflüsse in seine Werke einarbeitete.Frei nach Bartók und fernab von Weltmusik-Beliebigkeit kleidet Goldbach nun Liedgut aus Ungarn und dem Balkan in moderne Jazzarrangements zwischen intimem und energiegeladenem Ausdruck. uhr

Im Spannungsfeld von archaischem Folkloreflair und Bartókscher Abstraktion lassen die Combochefin mit dem tragenden Kontrabasston und Tim Hurley (Saxofon, Bassklarinette), Claus Kiesselbach (Stabspiele) und Christian Huber (Schlagzeug) jazzige Tugenden wie Swing-, Groovelaune und Improvisation nicht zu kurz kommen.

Judith Goldbach Quartett: Reisetagebuch (Jazz'n'Arts-Records).