Saarbrücken: Meyer soll Medienanstalt führen

Saarbrücken : Meyer soll Medienanstalt führen

Die Landtagsabgeordnete Ruth Meyer (CDU) aus St. Wendel soll neue Direktorin der Landesmedienanstalt (LMS) werden. Die Landtagsfraktion der Union nominierte die 54-Jährige am Montag als Kandidatin für die Nachfolge von Uwe Conradt (CDU), der am 1. Oktober sein Amt als Oberbürgermeister von Saarbrücken angetreten hat.

Auch der Koalitionspartner SPD dürfte sich für Meyer aussprechen. Ulrich Commerçon, der Fraktionschef der Sozialdemokraten, sprach von einem „ernstzunehmenden Vorschlag“. Er gehe davon aus, dass seine Fraktion dem Votum der CDU folgen werde.

Der lukrative Chefposten bei der LMS (Grundgehalt: 8 823 Euro) soll demnächst ausgeschrieben werden, über die Besetzung entscheidet der saarländische Landtag. Bei der Wahl ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Über die notwendigen Stimmen verfügen CDU und SPD. Sollte Meyer tatsächlich Direktorin werden, würde Sandra Johann (33) aus Spiesen-Elversberg für sie ins Parlament nachrücken.

Ruth Meyer gehört dem Landtag seit 2012 an. Die studierte Erziehungswissenschaftlerin äußerte sich am Montag zu ihrer möglichen neuen Aufgabe. „Es geht darum, Leuchttürme für das Saarland weiterzuentwickeln“, sagte Meyer. Als Beispiele nannte sie die Filmförderung und die Unterstützung der Games-Branche, aus ihrer Sicht „kleine feine Projekte“, um die Region als Medienstandort voranzubringen. Die Landesmedienanstalt finanziert sich über einen kleinen Anteil an den Rundfunkgebühren.

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