Mexiko wird für immer mehr Saar-Betriebe zu einer attraktiven Adresse

Mexiko wird für immer mehr Saar-Betriebe zu einer attraktiven Adresse

Saarbrücken. Noch im Herbst 2008 kommt eine Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegation aus Mexiko an die Saar. Es geht um neue Kooperationen mit Unternehmen und den Ausbau von Studiengängen an Uni sowie HTW, die auch Gast-Studenten aus Mexiko absolvieren können

Saarbrücken. Noch im Herbst 2008 kommt eine Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegation aus Mexiko an die Saar. Es geht um neue Kooperationen mit Unternehmen und den Ausbau von Studiengängen an Uni sowie HTW, die auch Gast-Studenten aus Mexiko absolvieren können. Wegen der Nähe beider Regionen zur Autoindustrie, zu Umwelttechnologien und zur Profilierung neuer Branchen sehen sowohl das saarländische Wirtschaftsministerium als auch die Deutsch-Mexikanische Gesellschaft Saar sowie die mexikanische Regierung gute Chancen, enger zusammenzuarbeiten. Harald Schneider, Präsident der Deutsch-Mexikanischen Gesellschaft Saar verweist auf Unternehmen wie Villeroy & Boch und Voit, die Werke in Mexiko unterhalten. Eine Produktionsstätte vor Ort steigere noch die Marktchancen.Zwei Dutzend Saar-Betriebe sind vor Ort, weitere wollen folgen. Auch der Studentenaustausch soll intensiviert werden. Als Erfolg sehen die Professoren Hans-Joachim Weber und Karl J. Schmidt von der HTW den "Export" des Saarbrücker Automobil-/Zulieferer-Kongresses AKJ nach Mexiko an. Schon fünfmal hat das Treffen der Automobilwirtschaft dort stattgefunden. In Saarbrücken werde jetzt ein gemeinsamer Studienabschluss (Master in Automotive) von HTW und der mexikanischen Uni Tec de Monterrey geplant. So würden Sommerkurse der HTW in Mechatronik, Maschinenbau, Elektrotechnik für mexikanische Gaststudenten aufgewertet.Heino Grotehusmann, Geschäftsführer der Kommunalen Entsorgung Neunkirchen (KEN), verhandelt mit der Conaqua, einer Umweltbehörde in Mexiko City. "Umweltschutz steht dort am Anfang. Das gibt unserem Technologie-Transfer Chancen." Die Neunkircher wollen Entsorgungskonzepte entwickeln, Umweltschutz mit deutscher Technik umsetzen. 14 mexikanische Hochschulabsolventen absolvieren bei Inwent (früher Carl-Duisberg-Gesellschaft) in Saarbrücken einen Spachkurs. Darunter die 29-jährige Wirtschaftsingenieurin Azucena Gomez aus Puebla. In Mexiko arbeitete sie für einen Autozulieferer. Während ihres einjährigen Deutschland-Aufenthaltes will sie Fachwissen erweitern und sehen, wie deutsche Betriebe arbeiten. dtu/ts

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