Metzer Centre Pompidou muss Ausstellungskonzept ändern

Metzer Centre Pompidou muss Ausstellungskonzept ändern

Das Centre Pompidou Metz (CPM) wird ab März 2014 eine Dauerausstellung mit 20 Meisterwerken des 20. Jahrhunderts erhalten.

Das beschloss nach französischen Medienberichten am Dienstag eine Runde aus den Direktoren des Pariser Centre Pompidou, der Metzer Filiale sowie lothringischen Regionalpolitikern unter Leitung von Kulturministerin Aurélie Filippetti. Mit dieser Entscheidung hat sich die Politik gegen CPM-Direktor Laurent Le Bon durchgesetzt, dessen Konzept es war, nur Wechselausstellungen zu präsentieren (wir berichteten).

Als Dauerleihgaben aus dem Pariser Mutterhaus erhält Metz nun Riesenformate von bekannten Künstlern wie Jean Miro, Pierre Alechinsky, Pierre Soulages und Joseph Beuys. Auch einen Ballett-Bühnenvorhang von Picasso, vergleichbar mit dem kürzlich gezeigten Publikumsmagneten "Parade", zählt dazu. Unter dem Titel "Phare!" (Leuchtturm) sollen sie für mindestens zwei Jahre in die große Ausstellungshalle einziehen.

Mit solch touristischen Zugpferden will man offenbar an den Massen-Erfolg der Eröffnungsschau "Meisterwerke" von 2010 anknüpfen und die zuletzt deutlich zurückgegangene Zahl der Besucher wieder hochtreiben. Verwiesen wird dabei auf den Louvre-Ableger in Lens, der auf eine Dauerausstellung setzt und 20 Prozent der Exponate jährlich erneuert. Für die Hängung der neuen Schau gibt Filippetti den Metzern zusätzlich 500 000 Euro und tritt damit der Kritik mangelnden finanziellen Engagements entgegen. Laut "Figaro" soll das CPM weitere 4,6 Millionen Euro aus dem kürzlich vereinbarten Regional-Pakt bekommen. In Metz wollte dies zunächst niemand bestätigen.