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Leserbrief „Zeit der Volksparteien endet“ „Der Erneuerungsdruck in der SPD wächst“
Statt rumzulabern Fehler zugeben

Merkels Rücktritt vom Parteivorsitz war lange überfällig! An das Kanzleramt klammert sie sich mit aller Kraft, obwohl sie das Vertrauen von vielen längst verloren hat. Aber was käme dann? Neuwahlen und Machtkampf in der CDU? Weitere Stimmenverluste der Bürgerlichen und Stärkung der rechten Parteien könnten programmiert sein. Leichtes Chaos als Folge? Also müssen wir noch abwarten, obwohl ganz Deutschland auf Besserung der Situation hofft. Die Kanzlerin hat in den letzten Jahren einfach nicht regiert. Gestützt durch ihr nahestehende Medien, Aussagen von klugen Wirtschaftsprofessoren, die aber auch in eine Wahlkabine gehen, Experten und solchen, die sich Experten nennen und häufig Dinge positiv für die Union verändern wiedergeben. Das schafft Frust beim Bürger. Es müssen wieder mehr Glaubwürdigkeit, Ehrlichkeit, Wahrheit und Anstand in Politik und Kanzlerpartei einkehren. Nicht drumherumlabern, auch mal Fehler zugeben, Politiker sind auch nur Menschen! Die Problematik der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin, Führungsschwäche, Streit in der Groko, vor allem in der Union, verkorkste Mautpläne, Dieselaffäre, „ich habe nichts gewusst“ (LSVS-Affäre), Vetternwirtschaft, Streben nach Macht, Unterbesetzung von Polizei und Pflegepersonal und so weiter. Nur ein paar Beispiele, die den Bürger an der Politik zweifeln lassen. Der Abwärtstrend ist logisch, in diesen Sog wird die SPD mitgerissen, ohne direkt große Fehler gemacht zu haben. Für diesen Trend ist die Kanzlerin hauptverantwortlich. Einen Beitrag zu den genannten positiven Eigenschaften könnten auch die Medien leisten (einseitige Berichterstattung), neutral ist wohl ein Fremdwort für sie.


Dietmar Neffe, Völklingen