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Nach dem vor allem wegen Belgien gescheiterten Versuch der EU-Handelsminister, eine Einigung zum Ceta-Vertrag mit Kanada zu erreichen, schreibt die Lüneburger "Landeszeitung": In vielem ist Belgien eine Art EU im Kleinen. (.) Partikularinteressen, die aus Sicht der Minderheiten schwerer wiegen als das Gemeinwohl. Eine Bürokratielastigkeit, die gutem Regieren oft im Wege steht. Und die Neigung, Strategie durch Kleinkariertheit zu ersetzen. So ist es nur folgerichtig, dass die kleine Provinz Wallonie die Umsetzung des Freihandelsabkommens mit Kanada für den gesamten Kontinent an einen seidenen Faden hängt. Von den anderen Kontinenten be trachtet, muss es kurios anmuten, dass sich ausgerechnet der Kontinent, der am stärksten vom Freihandel profitiert, eine hysterische Antistimmung leistet . . . Bald wird mit der Lachnummer Europa keiner mehr handeln wollen. Die Ergebnisse des Glücksatlas 2016 kommentiert der in Konstanz erscheinende "Südkurier": Für den einen ist das Glück ein Schmetterling, für den nächsten ein Rindvieh und für manche ist es ein Vogel, stets zur Flucht bereit. In Deutschland indes scheint sich das Glück ein wenig länger niedergelassen zu haben, freilich in der weniger pathetischen Variante der Zufriedenheit. Auch das ist eine wertvolle gesellschaftliche Erkenntnis. Denn sie widerlegt alle, die sich mit einem "Früher war alles besser" in Szene setzen oder politische Stimmenfängerei betreiben. Nach dem Großbrand im Stammwerk von BASF schreibt die "Rheinpfalz" aus Ludwigshafen: Warum hat der BASF-Vorstandsvorsitzende Kurt Bock sich noch nicht öffentlich zu dem Unglück geäußert? Immerhin handelt es sich um einen Notfall, der am Standort Ludwigshafen in der Nachkriegszeit wirtschaftlich gesehen seinesgleichen sucht. Der Chef des Chemieriesen muss gerade in dieser schweren Stunde persönlich Flagge zeigen. Er darf sich nicht nur in Jubelmeldungen über Rekorderlöse zu Wort melden. Das ist eine Frage der Moral. Auch der "Mannheimer Morgen" von der anderen Rheinseite vermisst den Vorstandschef: Klare Aussagen, Vertrauen. Darum geht es. Das sollte auch Kurt Bock wissen. Arbeitsteilung hin oder her - im Katastrophenfall muss der Chef persönlich vor Kameras und Mitarbeiter treten. (.) Das Wegducken ist ungeschickt und dem Ernst der Lage in keiner Weise angemessen.

Nach dem vor allem wegen Belgien gescheiterten Versuch der EU-Handelsminister, eine Einigung zum Ceta-Vertrag mit Kanada zu erreichen, schreibt die Lüneburger "Landeszeitung": In vielem ist Belgien eine Art EU im Kleinen. (.) Partikularinteressen, die aus Sicht der Minderheiten schwerer wiegen als das Gemeinwohl. Eine Bürokratielastigkeit, die gutem Regieren oft im Wege steht. Und die Neigung, Strategie durch Kleinkariertheit zu ersetzen. So ist es nur folgerichtig, dass die kleine Provinz Wallonie die Umsetzung des Freihandelsabkommens mit Kanada für den gesamten Kontinent an einen seidenen Faden hängt. Von den anderen Kontinenten be trachtet, muss es kurios anmuten, dass sich ausgerechnet der Kontinent, der am stärksten vom Freihandel profitiert, eine hysterische Antistimmung leistet . . . Bald wird mit der Lachnummer Europa keiner mehr handeln wollen. Die Ergebnisse des Glücksatlas 2016 kommentiert der in Konstanz erscheinende "Südkurier": Für den einen ist das Glück ein Schmetterling, für den nächsten ein Rindvieh und für manche ist es ein Vogel, stets zur Flucht bereit. In Deutschland indes scheint sich das Glück ein wenig länger niedergelassen zu haben, freilich in der weniger pathetischen Variante der Zufriedenheit. Auch das ist eine wertvolle gesellschaftliche Erkenntnis. Denn sie widerlegt alle, die sich mit einem "Früher war alles besser" in Szene setzen oder politische Stimmenfängerei betreiben. Nach dem Großbrand im Stammwerk von BASF schreibt die "Rheinpfalz" aus Ludwigshafen: Warum hat der BASF-Vorstandsvorsitzende Kurt Bock sich noch nicht öffentlich zu dem Unglück geäußert? Immerhin handelt es sich um einen Notfall, der am Standort Ludwigshafen in der Nachkriegszeit wirtschaftlich gesehen seinesgleichen sucht. Der Chef des Chemieriesen muss gerade in dieser schweren Stunde persönlich Flagge zeigen. Er darf sich nicht nur in Jubelmeldungen über Rekorderlöse zu Wort melden. Das ist eine Frage der Moral. Auch der "Mannheimer Morgen" von der anderen Rheinseite vermisst den Vorstandschef: Klare Aussagen, Vertrauen. Darum geht es. Das sollte auch Kurt Bock wissen. Arbeitsteilung hin oder her - im Katastrophenfall muss der Chef persönlich vor Kameras und Mitarbeiter treten. (.) Das Wegducken ist ungeschickt und dem Ernst der Lage in keiner Weise angemessen.