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Max Bahr ist bei Globus jetzt Geschichte

Die Geschäftsführer Erich (l.) und Timo Huwer, die zusammen mit Pia Frey die Baumarkt-Gruppe von Globus leiten. Foto: globus
Die Geschäftsführer Erich (l.) und Timo Huwer, die zusammen mit Pia Frey die Baumarkt-Gruppe von Globus leiten. Foto: globus FOTO: globus
Völklingen. Die Baumarkt-Gruppe von Globus hat kürzlich Standort Nummer 90 eröffnet. Der Wachstumskurs wird fortgesetzt. Der Umsatz soll von heute 1,54 Milliarden Euro auf zwei Milliarden Euro bis 2020 steigen. Lothar Warscheid

Die Globus-Baumarktgruppe mit Sitz in Völklingen hat die Integration ihrer elf Max-Bahr-Märkte erfolgreich abgeschlossen. Im vergangenen Monat wurde der letzte Standort der ehemaligen Baumarkt-Kette, die mit der Praktiker-Pleite in die Insolvenz gerutscht war, in Göttingen auf Globus umgeflaggt. "Mit dieser Integration sind wir von einer regionalen zu einer nationalen Marke aufgestiegen", sagen Erich und Timo Huwer, die zusammen mit Pia Frey die Baumarkt-Gruppe leiten. Rund 1000 Mitarbeiter wurden übernommen, so dass inzwischen 8000 Frauen und Männer für die Völklinger arbeiten. Etwa 32 Millionen Euro wurden in den Um- und Neubau von Märkten investiert.

Die Gruppe verfügt jetzt über 90 Baumärkte , 88 in Deutschland und zwei in Luxemburg. 17 davon sind noch Hela-Profizentren, die 2007 von Globus übernommen wurden. Die Baumarkt-Gruppe erwirtschaftet inzwischen einen Umsatz von 1,54 Milliarden Euro . Bis zum Jahr 2020 sollen die Erlöse auf zwei Milliarden Euro klettern. Die Eröffnung des nächsten Marktes im Saarland ist Ende 2016 in Saarlouis geplant.

Zu der Gruppe gehören außerdem sieben Elektrofachmärkte, die unter Alphatecc firmieren. Sie erwirtschaften rund 80 Millionen Euro Umsatz .

Globus/Hela hat jetzt einen bundesweiten Marktanteil von acht Prozent. Damit ist die Gruppe, die 2015 ihren 33. Geburtstag feiert, nach eigenen Angaben auf Rang sechs der deutschen Baumarkt-Händler aufgestiegen. Marktführer sind Obi und Bauhaus.

Seit Mitte des Jahres verfügen die Globus-Baumärkte auch über einen Online-Shop. Das funktioniert so, dass die Kunden im Internet ihre Waren bestellen. Vier Stunden später können sie die georderten Produkte in einem Markt in ihrer Nähe abholen. "Wir entwickeln dieses Thema langsam aber stetig", sagt Timo Huwer. Dennoch: Rund 20 000 Besucher werden schon jetzt täglich im Online-Shop gezählt.

Der Trend geht Erich Huwer zufolge eher in die Richtung, "dass die Märkte noch größer werden". Auch bei den Globus-Neueröffnungen seien Verkaufsflächen von mehr als 12 000 Quadratmetern inzwischen Standard. Der erste Markt, den das Unternehmen 1982 in Gensingen (bei Mainz) errichtete, hatte 3600 Quadratmeter. Heute sei ein Warensortiment von bis zu 60 000 Artikeln üblich. Hierbei würden auch die Globus-Eigenmarken wie "Primaster" bei den Farben oder "Trendline" bei den Werkzeugen eine immer größere Rolle spielen, sagen die Geschäftsführer. Rund 15 Prozent des Globus-Sortiments bestünden mittlerweile aus Eigenmarken.

Die Nummer eins sind die Globus-Baumärkte seit 2007 bei der Kundenzufriedenheit . Das geht aus dem regelmäßig erhobenen Kundenmonitor hervor. Diese Befragung führt der Verlag Dähne (Ettlingen) durch, der das Fachmagazin "diy" für Bau- und Heimwerkermärkte herausgibt. Unterstützt wird er von der Marktforschungsgesellschaft Konzept & Markt (Wiesbaden).