Mauer verdeckt das Nois Kreuz in Lebach-Gresaubach

Das Nois Kreuz in Lebach-Gresaubach : Das verdeckte Kreuz

() In der Wendalinusstraße im Lebacher Stadtteil Gresaubach steht ein Wegekreuz mit einer wechselvollen Geschichte. Das „Nois Kreuz“, wie es im Volksmund heißt, wurde zum Andenken an den laut Kreuzinschrift am 22. Juni 1813 beim Feldzug Napoleons bei Leipzig gefallenen Johannes Terre errichtet.

Walter Lesch, Experte für Kleindenkmäler, begann vor Jahren mit der Erforschung des Kreuzes, das direkt vor dem Bauernhaus gleichen Namens stand. Später, sagt Lesch, sei das Kreuz zugemauert worden und ist jetzt bis auf die oberen 60 Zentimeter verdeckt. Zuvor habe ein Nachbar noch eine Metallplatte angebracht. Die Inschrift hat gelautet: „Errichtet am 22. Juni 1813 zum Gedenken an Johannes Terre“. Der Soldat war der Sohn der Familie Terre/Fries (heute Altmeyer), der das Anwesen gehörte und die später in einen Neubau außerhalb des Ortes umgezogen war.

Laut Walter Lesch hat ein Verwandter der Familie lothringische Wurzeln gehabt, sodass im Volksmund die Bezeichnung Terre aufkam. Wieso auch der Name „Nois“ verwendet wird, ist nicht bekannt. Nach Leschs Meinung stellt das Kreuz einen bedeutenden Wert dar, daher sollte es nicht nur 60 Zentimeter, sondern in seiner gesamten Größe sichtbar sein.