Männer wollen im Museum vor allem unterhalten werden

Männer wollen im Museum vor allem unterhalten werden

Frauen nehmen Ausstellungen in Museen völlig anders wahr als Männer . Das behauptet zumindest eine Studie der Zeppelin-Universität in Friedrichshafen mit 600 Ausstellungsbesuchern. Demnach nehmen sich Frauen doppelt so viel Zeit fürs Lesen der Text- und Informationstafeln wie Männer .Für die Studie war im Kunstmuseum St.

Gallen eine Ausstellung aus 120 Jahren Kunstgeschichte konzipiert worden. Rund 600 Besucher wurden vor und nach ihrem Rundgang befragt und bekamen zudem einen Handschuh, der Bewegungsdaten und Körperwerte aufzeichnete. Vier Wochen nach dem Ausstellungsbesuch wurden die Teilnehmer dann noch einmal gefragt, woran sie sich erinnerten.

"Männer und Frauen erinnern sich an so unterschiedliche Dinge, als wären sie in verschiedenen Ausstellungen gewesen", sagt Professor Martin Tröndle, der das Projekt geleitet hat. Laut Studie wollen sich die Männer unterhalten lassen, die Frauen ihr Kunstverständnis vertiefen. Tröndle ist überzeugt, dass die Studie bei künftigen Konzeptionen von Ausstellungen helfen kann: "Will man Männer in eine Ausstellung locken, muss man diese nur unterhalten."

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