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Luxemburger Gewerkschaftsbund ruft Pendler zum Protest auf

Saarbrücken. Für Samstag, 16. Mai, ruft der Unabhängige Luxemburgische Gewerkschaftsbund (OGBL) zu einer Großdemonstration in der Hauptstadt des Großherzogtums auf. Die Protestkundgebung, die sich besonders gegen den Abbau von Arbeitsplätzen, die Absenkung der Kaufkraft sowie gegen Einschnitte in das soziale Leistungssystem richtet, ist für 15

Saarbrücken. Für Samstag, 16. Mai, ruft der Unabhängige Luxemburgische Gewerkschaftsbund (OGBL) zu einer Großdemonstration in der Hauptstadt des Großherzogtums auf. Die Protestkundgebung, die sich besonders gegen den Abbau von Arbeitsplätzen, die Absenkung der Kaufkraft sowie gegen Einschnitte in das soziale Leistungssystem richtet, ist für 15.15 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz (Place de la Gare) angesetzt. OGBL-Vorstandsmitglied Nico Clement sowie OGBL-Pressemann Mil Lorang waren gestern eigens nach Saarbrücken angereist, um besonders die deutschen Grenzgänger, die in Luxemburg ihr Geld verdienen, für die Teilnahme an der Demo anzusprechen. Denn es sei ihr Geld, so Clement, um das es im Moment bei den politischen Debatten im Großherzogtum gehe. So werde derzeit erwogen, die Leistungen von Kranken-, Renten-, Unfall-, und Pflegeversicherung zu kürzen. Außerdem denke man darüber nach, das Gesetz über die automatische Anpassung der Löhne und Renten an die Inflation zu revidieren. Clement: "Was die wollen, ist doch nur die Fortsetzung der neoliberalen Politik der letzten 20 Jahre, die uns in die Krise geführt hat." Aber jetzt seien andere Ansätze gefragt, etwa die Stärkung der Kaufkraft, damit die Leute auch in der Lage seien, die hergestellten Produkte zu erwerben. Im Moment sind rund 40 Prozent der über 300 000 Arbeitnehmer in Luxemburg Pendler. Im OGBL, so Clement, seien ungefähr 63 000 Beschäftigte organisiert. Und das Großherzogtum sei eines der wenigen Länder, in denen die Gewerkschaft weiterhin Zulauf habe. Auch bei den Pendlern wachse der Organisationsgrad. Allerdings entschlössen sich viele Grenzgänger erst zum Eintritt in die Gewerkschaft, wenn sie längere Zeit in Luxemburg beschäftigt seien. gf