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Leserbrief Trennung von Kirche und Staat
Luxemburg sollte uns Beispiel sein

Trennung Kirche und Staat

Kompliment dem kleinen Luxemburg, das sich etwas traut, was ich mir auch für Deutschland wünsche – den säkularen Staat. Kaum einer weiß, dass der deutsche Staat außer zehn Milliarden Euro Kirchensteuer noch 19 Milliarden Euro pro Jahr an die Kirchen zahlt, aus denen nicht etwa soziale Dienste gezahlt werden, sondern kircheninterne Aufgaben, wie etwa Gehälter von Pfarrern und so weiter. Dies geschieht auch aus den Steuern kirchenferner Menschen. Auch konfessionelle Krankenhäuser, Pflegeheime und Privatschulen werden aus öffentlichem Geld mitfinanziert. Trotz dieses Ungleichgewichts maßt sich die übermächtige Kirche an, in fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens bis in die privatesten einzugreifen und hat sozusagen einen Staat im Staat errichtet, mit eigenen Kirchengesetzen. Vor allem die katholische Kirche agiert mit einem perfiden System der Angst. Religion ist Privatsache und hat in der Politik nichts zu suchen. Ich empfehle das Buch „Gottlos glücklich“ von Phillipp Möller, der in der SR-Sendung „Fragen an den Autor“ zu Wort kam. Ich hoffe sehr, dass sich bald eine politische Partei dieses heißen Eisens annimmt!