| 20:18 Uhr

LIEBE in schwarz-weiß

ballett. Es sind die großen Gefühle des klassischen Liebesfilms, die Marguerite Donlon zu ihrer neuen Choreografie "LIEBE in schwarz-weiß" inspiriert haben. Von der ersten zarten Verliebtheit bis hin zum verzweifelten Voneinander-Abschiednehmen-Müssen erzählen die berühmtesten Streifen der Filmgeschichte, die mit ihren intensiven Darstellungen unser Bild von der Liebe so nachhaltig geprägt haben

Es sind die großen Gefühle des klassischen Liebesfilms, die Marguerite Donlon zu ihrer neuen Choreografie "LIEBE in schwarz-weiß" inspiriert haben. Von der ersten zarten Verliebtheit bis hin zum verzweifelten Voneinander-Abschiednehmen-Müssen erzählen die berühmtesten Streifen der Filmgeschichte, die mit ihren intensiven Darstellungen unser Bild von der Liebe so nachhaltig geprägt haben.


Häufig sind es nur ein kurzer Blick oder eine zärtliche Geste, die eine ganze Geschichte erzählen. Marguerite Donlon greift diese Momente choreografisch auf und entwickelt mit ihrem Ensemble ein Stück, das die Liebe in vielen verschiedenen Facetten zeigt und den Zuschauer einlädt, sich aufzumachen in die Welt tiefgründiger Emotionen. Sehnsucht, Hingabe, Vertrauen zählen ebenso zum Spektrum wie Humor und Ironie, aber auch Zweifel, Gewalttätigkeit und abgründiger Hass. Immer sucht die Choreografin dabei jenen spezifischen Moment, in dem eine Situation sich verdichtet, Gefühle essentiell werden.

Ausgangspunkt für dieses Kaleidoskop der Liebe: Filme der großen Schwarz-Weiß-Ära des Kinos. Der Bogen spannt sich von mitreißenden Screwball-Komödien der 30er Jahre wie "Die Nacht vor der Hochzeit" über Klassiker wie "Casablanca" bis hin zu konfliktbeladenen Beziehungsanalysen der 50er und 60er Jahre wie "Endstation Sehnsucht". Im Bühnenbild von Cecile Bouchier zeigt der Video-Künstler Moritz Fehr Begegnungen mit Hollywood-Legenden wie Douglas Fairbanks, Mary Pickford, Gary Cooper, Audrey Hepburn und vielen anderen. Für die Kostüme hat sich Martin Rupprecht von der Eleganz und Exaltiertheit der Hollywood-Klassiker inspirieren lassen. Das Licht gestaltet Fred Pommerehn.



Auch musikalisch stellt die Liebe eine wichtige Inspirationsquelle dar. Aus Richard Wagners Oper "Tristan und Isolde", die von einem der tragischsten Paare der Weltliteratur erzählt, sind die Vorspiele zum Ersten und Dritten Akt sowie der "Liebestod" zu hören. Gustav Mahlers berühmtes Adagietto aus der Fünften Sinfonie soll eine Liebeserklärung an seine spätere Frau Alma gewesen sein. Abgerundet wird der Reigen der Kompositionen, die das Saarländische Staatsorchester unter der Leitung von Andreas Wolf spielt, durch Werke von Claude Debussy, Sergej Prokofiew und Dimitri Schostakowitsch. Sam Auinger und Claas Willeke haben eigens für "LIEBE in schwarz-weiß" eine Reihe elektronischer Kompositionen geschaffen, die mit den hochemotionalen Orchesterwerken in einen bereichernden Dialog treten.

Marguerite Donlon und die Ballettcompany würden sich sehr freuen, wenn das Publikum am Premierenabend in schwarz-weißer Kleidung erschiene.AVW

Uraufführung: 12. Januar, 19.30 Uhr, SST