Level 42: Der Donnerdaumen und das Gummiband

Level 42: Der Donnerdaumen und das Gummiband

Saarbrücken. Am Ende, nach zwei Zugaben, wirft Mark King es ins Publikum - das rote Gummiband, das seinen Daumen davor schützt, von den permanenten Donnerschlägen auf die unteren Bass-Saiten Schaden zu nehmen

Saarbrücken. Am Ende, nach zwei Zugaben, wirft Mark King es ins Publikum - das rote Gummiband, das seinen Daumen davor schützt, von den permanenten Donnerschlägen auf die unteren Bass-Saiten Schaden zu nehmen. Diese besondere Spieltechnik auf dem E-Bass - nicht von King erfunden, aber perfektioniert - ist die Basis der britischen Band Level 42, die am Mittwochabend in der Saarbrücker Garage gastierte, vor gut 800 Zuschauern.Die Band, bekannt für 80er-Hits wie "Lessons in Love" und "Hot Water", zeigt sich in sehr guter Form; nicht nur Mark King hat nichts verlernt, auch der zweitwichtigste Mann, Mike Lindup am Keyboard, spielte seine Synthesizer-Läufe wie einst vor 25 Jahren. Sowohl King als auch Lindup sind zudem passable Sänger. Gitarrist Nathan King und Saxofonist Sean Freeman ergänzen den sauberen Chor-Gesang und spielen solide, aber nicht weiter auffällig. Dagegen glänzt der junge Schlagzeuger Pete Ray Biggin ein ums andere Mal mit messerscharfen Einwürfen. Insgesamt überzeugt die Band als Einheit: Vertrackte Breaks werden punktgenau gelandet, Rhythmen zielsicher ans Tanzbein gesendet. Das hilft über so manch platteres Stück im ersten Teil des Konzerts hinweg. sedi

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