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Leserbrief Friedensnobelpreis
„Zusammenflicken“ ist unentschuldbar

„Unermüdlich im Kampf gegen sexuelle Gewalt“ (Friedensnobelpreis), SZ vom 6./7. Oktober

Im Bericht findet sich eine nicht zu entschuldigende und absolut nicht nachvollziehbare Formulierung jenseits jeder Empathie. Im Kontext der entsetzlichen Übergriffe davon zu sprechen, dass der Arzt Denis Mukwege die physisch und psychisch schwerstverletzten, traumatisierten Frauen und Mädchen „zusammenflickt“, die ihr ganzes weiteres Leben beeinträchtigt sein und leiden werden, entbehrt jedem Mitgefühl und wirft die Frage auf, ob dpa-Autorin Theresa Münch auch nur ansatzweise die Dimensionen der Folterqualen der Misshandelten erfassen kann.


Gisela Bunge, Saarbrücken