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Leserbrief
Dank an die Bisttalschule

„Diese Blicke gehen selbst durch Stahl“, SZ vom 19. September

Überwältigend, ein multifunktionales Mahnmal in Wadgassen. Bei NS-Verbrechen will man sich „nicht zu sehr an die damalige Zeit anlehnen“. Ein Entwurf ohne Wettbewerb, „überzeugte“ aber den Bürgermeister! Die „Euthanasie“-Opfer aus Wadgassen waren bisher nicht auf dem Schirm. Mir wäre lieber ein Denkmal für die hiesigen jüdischen Bürger, Kranke, Behinderte, Widerstandskämpfer, die alle ermordet wurden, wie auch für die Zwangsarbeiter, ähnlich dem Denkmal für unsere Kriegstoten.


Gut ist es nun aber, dass bei der Übergabe des Mahnmales zur „Vertreibung, Deportation und Zwangsarbeit“ die Bisttalschule mitwirkt. Welch eine Kehrtwendung beim Chef der Verwaltung. Mein Vorschlag, dass die Schule die Biografien der NS-Opfer von hier erforschen möge, blieb lange, seit dem 4. Januar, ohne Resonanz. Die Ratsfraktionen sind für die Erforschung. Die Schule hat gleich zugesagt, die Opferbiografien zu recherchieren; es sei ihr dafür gedankt.

Günter Schott, Wadgassen