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| 21:14 Uhr

Zur zugespitzten Lage auf der koreanischen Halbinsel schreibt das "Flensburger Tageblatt": Die entscheidende Frage lautet: Ist Kim Jong Il noch für rationale Argumente zugänglich? Eine Antwort dringt nicht nach außen. Kim und seine Schergen bunkern sich e

Zur zugespitzten Lage auf der koreanischen Halbinsel schreibt das "Flensburger Tageblatt": Die entscheidende Frage lautet: Ist Kim Jong Il noch für rationale Argumente zugänglich? Eine Antwort dringt nicht nach außen. Kim und seine Schergen bunkern sich ein. Das macht die Lage für die Staatengemeinschaft so schwierig

Zur zugespitzten Lage auf der koreanischen Halbinsel schreibt das "Flensburger Tageblatt": Die entscheidende Frage lautet: Ist Kim Jong Il noch für rationale Argumente zugänglich? Eine Antwort dringt nicht nach außen. Kim und seine Schergen bunkern sich ein. Das macht die Lage für die Staatengemeinschaft so schwierig. Die Devise kann deshalb nur lauten: Ruhe bewahren! Der Weltsicherheitsrat sollte und wird die Sanktionen gegen Pjöngjang nochmals verschärfen. Mehr kann und muss vorerst nicht geschehen. Die "Leipziger Volkszeitung" meint zum selben Thema: Demokratisch denkende Menschen könnten Nordkoreas angeblich vom Volk geliebten Diktator Kim Jong Il für einen Irren halten, der wahlweise den Frieden Asiens oder gar der Welt durch Atomtests, Raketenabschüsse oder kriegstreibendes Säbelrasseln bedroht. Aber das wäre naiv. Denn der sieche, stalinistische Erb-Diktator tut nur das, was schon zu Zeiten seines Vater-Vorgängers Kim Il Sung bestens funktionierte . . . Er erpresst die Weltgemeinschaft, um für scheinbare Zugeständnisse mit Hilfslieferungen belohnt zu werden. Auch die Würzburger "Main-Post" sieht das Regime in Nordkorea am längeren Hebel: Während die Amerikaner im Irak und in Afghanistan, beides keine Atommächte, einmarschierten, drohten sie Kim nur. Die nukleare Abschreckung wirkt. Welche andere Schlussfolgerung sollte Kim sonst ziehen? So kann der letzte Stalinist sein Volk weiter knechten, trotz der offensichtlichen Folgen eines Schlaganfalls . . . Die Nordkoreaner mögen noch so sehr unter Hunger, Versorgungsengpässen und Stromabschaltungen leiden, angesichts der Angst vor einem nuklearen Gegenschlag wagt niemand, das wohl bizarrste Regime der Welt zu beenden. Die "Financial Times Deutschland" mahnt Härte an: Das Regime des erkrankten Kim Jong-Il pokert hoch. Doch es bleibt sehr unwahrscheinlich, dass die Volksarmee zu den Waffen greift. Auch deren Generäle wissen, dass ein vernichtender Gegenangriff die Folge sein müsste. Und auch Pjöngjangs Elite wird das eigene Leben lieb sein. Die USA und ihre Partner dürfen sich nicht einschüchtern lassen. Wer die Verbreitung von Atomwaffen noch stoppen will, kann sich die Politik nicht von Erpressern diktieren lassen.