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Le Concert Lorrain läutete das Jahr 2014 mit Barockmusik ein

Saarbrücken. Mit barocker Orchestermusik begrüßte die Vereinigung für Musik in der Ludwigskirche das Neue Jahr. „Le Concert Lorrain“, bedeutendstes Ensemble für Musik im Originalklang in der Region Saar-Lor-Lux, musizierte Festliches von Georg Friedrich Händel. fa

Ob seine "Wassermusik" nun in zwei oder drei Suiten zusammengefasst erklingt, ist sicher unerheblich gegenüber der Art und Weise, wie sie instrumentiert und interpretiert wird. Die zahlreichen Zuhörer erlebten heiteres und unbeschwertes Musizieren mit einem lebhaft am Violoncello agierenden Leiter Stephan Schultz, der das Ensemble mit seinem Spiel inspirierte, anfeuerte und auch weitgehend zusammenhalten konnte. Hilfreiche Partnerin war ihm dabei Konzertmeisterin Chouchane Siranossian.

Allerdings ist die Akustik der Ludwigskirche nicht einfach zu bespielen. Zwar bindet sie die Klanggruppen gut, erschwert aber hörbar das Zusammenspiel und mitunter auch die Balance. Ohne zentrale Koordination kein leichtes Spiel, das den naturgemäß unterschiedlichen Temperamenten der einzelnen Instrumentalisten Raum gab. Wohlklingend gelangen viele solistische Einzelleistungen, die federnden Tanzsätze, die festlichen französischen Ouvertüren. Auch die abschließende "Music for the Royal Fireworks" bereitete frohe Neujahrsstimmung, bei der man den Naturtrompeten und -hörnern etwas mehr Glück bei manch schwierigem Einsatz gewünscht hätte. Ein eindrucksvolles Intermedium war Alessandro Marcellos d-moll-Concerto für Oboe, Streicher und Basso continuo. Susanne Regel gab dem Solopart reich verzierte Beweglichkeit, feine Verbindung der Register und sangliche Ausgestaltung. Die Streicher begleiteten empathisch, dynamisch fein schattiert und angenehm fließend. Das Konzert am Abend des Neujahrstages bot eine insgesamt schöne Einstimmung in ein erwartungsreiches Konzertjahr in der Ludwigskirche.