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Leserbrief Migration
Lasst uns vor Ort helfen

 Kann man durch Massenmigration die Armut in der Welt reduzieren? Niemals! Wer in dieser Welt braucht unser humanitäres Mitgefühl? Der Maßstab der Weltbank sind Menschen, die weniger als zwei Dollar am Tag verdienen.

In Afrika leben davon 650 Millionen Menschen. In Indien sind es weitere 890 Millionen, in China 480 Millionen. Im Rest von Asien lebt noch die unglaubliche Zahl von 810 Millionen Menschen in Armut. Schlussendlich haben wir noch 105 Millionen Menschen in Lateinamerika, die unter diese Armutsgrenze fallen. Die Weltbank kommt also auf drei Milliarden Menschen, die in Armut leben. Selbst wenn wir jetzt Jahr für Jahr eine Million Migranten in Deutschland aufnehmen, könnten wir nicht behaupten, das wir damit irgendwelche spürbaren humanitären Veränderungen herbeiführen. Und die wir aufnehmen, sind die noch Wohlhabenderen und besser Ausgebildeten. Um die machen wir deren Herkunftsländer ärmer. Wir werden es nie schaffen, durch Migration die Probleme in den Herkunftsländern und das Leid dieser Menschen zu beheben. Sie brauchen da Hilfe, wo sie leben! 99,9 Prozent dieser Menschen werden niemals die Möglichkeit haben, in ein reiches Land einzuwandern. Lasst uns den Menschen vor Ort helfen!


Helmut Büber, Winterbach