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Regionalverband
Landmarken sollen Attraktionen werden

Weiß leuchtet der renovierte Schwarzenbergturm über dem Stadtwald St. Johann. Wer die 46 Meter hoch will, muss 241 Stufen nehmen. Der Turm wurde 1930 eingeweiht – seit 1996 ist er denkmalgeschützt.  
Weiß leuchtet der renovierte Schwarzenbergturm über dem Stadtwald St. Johann. Wer die 46 Meter hoch will, muss 241 Stufen nehmen. Der Turm wurde 1930 eingeweiht – seit 1996 ist er denkmalgeschützt.   FOTO: Iris Maria Maurer
Regionalverband. Türme, Halden und Denkmäler könnten der Region als touristisches Kapital dienen.

Im Eurodistrict SaarMoselle gibt es zahlreiche weithin sichtbare Objekte, die zur Orientierung dienen und das „Dachgeschoss” der Region bilden. Dazu erklärt der Regionalverband: „Die Fördertürme und Halden, aber auch Wassertürme oder Denkmäler, sind Zeugen unserer gemeinsamen deutsch-französischen Vergangenheit.“


Diese Landmarken zum „Sprechen zu bringen“ und gleichzeitig  „zukunftsträchtige Nutzungsmöglichkeiten“ für die Landmarken zu schaffen, ist das Ziel einer grenzüberschreitenden Initiative, die Regionalverbandsdirektor Peter Gillo und die Beigeordnete des Gemeindeverbandes Forbach, Carmen Harter-Houselle, jetzt gemeinsam am Saarbrücker Schwarzenbergturm vorstellten. Der Schwarzenbergturm ist der höchste Aussichtspunkt der Stadt. Dazu präsentierten Gillo und Harter-Houselle die zweisprachige Broschüre „Landmarken in der Region SaarMoselle“.

Die Broschüre  bietet einen Überblick über ausgewählte Landmarken im Regionalverband und in den angrenzenden französischen Gemeinden. Zusätzlich können die darin aufgeführten Landmarken in Form von Stickern auf einer beigelegten Karte angebracht werden. Gillo: „Die Sichtverbindungen bis nach Frankreich können bei entsprechender Inszenierung eine besondere Qualität für die Region darstellen. Mit dem Projekt wollen wir die Sichtverbindungen modern und symbolträchtig in Wert setzen und miteinander vernetzen.“



Das Konzept sieht drei Säulen vor: Zum einen ist ein grenzüberschreitendes Informationssystem auf der Basis von augmented reality geplant, welches vor dem Hintergrund der historischen Entwicklung des Ortes Informationen zu Themen wie Natur, Bergbau und deutsch-französischer Geschichte vermittelt. Zweitens sollen die Landmarken durch Sichtbeziehungen, Lichtsignale und Wegeverbindungen zueinander in Beziehung gesetzt und in einem Netzwerk verbunden werden. Schließlich sollen die einzelnen Standorte als „Grenz-Erlebnisstationen“ der Naherholung dienen und sportliche und kulturelle Angebote bereithalten. Hierbei setzen der Regionalverband und seine Partner auch auf das Engagement der Städte und Gemeinden innerhalb des Eurodistricts.

So möchte die Gemeinde Großrosseln das Areal um den Förderturm St. Charles als Naherholungsgebiet entwickeln, in Friedrichsthal läuft derzeit eine lebhafte Diskussion über die Wiedererrichtung eines Hoferkopfturms, und auf den Spicherer Höhen plant der Gemeindeverband Forbach einen attraktiven gedenktouristischen Parcours.

Die zweisprachige Broschüre „Landmarken in SaarMoselle“ gibt’s beim Regionalverband. Infos unter Tel. (0681) 5066081 oder nach Mail an katharina.smola@rvsbr.de. Die PDF steht im Internet.

Peter Gillo
Peter Gillo FOTO: Lars Weber