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Laith Al-Deen in Merzig: Mitklatsch-Klassiker im intimen Zeltrund

Merzig. Es ist so dunkel, dass einige späte Besucher ihren Platz nicht mehr finden. Auf der Bühne im Merziger Zeltpalast sitzen nur Keyboarder Tobi Reiss und Laith Al-Deen. Ja, richtig: sitzen

Merzig. Es ist so dunkel, dass einige späte Besucher ihren Platz nicht mehr finden. Auf der Bühne im Merziger Zeltpalast sitzen nur Keyboarder Tobi Reiss und Laith Al-Deen. Ja, richtig: sitzen. Loungehocker für die siebenköpfige Band stehen bereit, stark gedämpftes Licht und die große Nähe zum Publikum im Zeltrund schaffen eine kuschelige, intime Atmosphäre - wie bei einer Probe, einer "Session", wie ja auch das aktuelle Album und die Tour des Mannheimer Soul-Pop-Musikers heißen. Cover-Versionen von Liedern beinhaltet es, die Al-Deen als "Nachhausekommen" bezeichnet, als ein Stück seiner persönlichen musikalischen Geschichte. Das Konzert beginnt ganz leise mit eigenen Songs. "Noch lange nicht genug" und "Jedes Mal", nach und nach scheint sich die Band dazu zu schleichen, bis es Al-Deen dann doch durch die Reihen und zum Rocken zieht. Mit ihm das Publikum im voll besetzten Zelt, von Anfang an herrscht Party-Stimmung. "Winter Sommer" von Clueso, "I ever lose my faith in you" von Sting oder "Eiszeit" von Ideal: Die Cover-Versionen machen der Band sichtlich Spaß, bringen Abwechslung in die über zweistündige Show, bei der eigene Hits überwiegen. "Dein Lied", "Alles an dir", "Leb den Tag" sind Mitsing- und Mitklatsch-Klassiker, klingen aber doch alle ziemlich ähnlich, trotz zusätzlicher Instrumentierung mit Geige, Posaune oder Vibraphon. Eine Ausnahme bietet der neue eigene Song "Der Sturm", der den Musiker von weniger süßlichen Seite zeigt. kaw