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Leserbrief Fluglärm und Kerosinregen
Lärm wird immer mehr

  Mit Schmunzeln nehme ich die Reaktionen in den letzten Monaten zum Ablassen von Kerosin bei Flugzeugen im Saarland zur Kenntnis. Als Dauerkarteninhaber auf dem Betzenberg in Kaiserslautern (Südtribüne) habe ich seit Jahren die Ehre, bei jedem Heimspiel den Flugverkehr in der Flugschneise Ramstein-Kaiserslautern zu beobachten. Alle fünf Minuten setzt ein großes Flugzeug zur Landung an. Im Irak-Krieg war dies alle zwei Minuten der Fall. Damals und schon lange vorher hatte sich mal ein OB aus Kaiserslauern darüber bei den Amerikanern beklagt. Antwort. Für uns ist die Region Kl-Ramstein American Homeland. Seid froh, dass es noch so selten ist. Liebe Saarländer und Landsleute, auch beim Fluglärm wird sich nichts ändern. Wir sind immer noch ein von den Amerikanern „besetztes Land“. Auf Versprechungen unserer Politiker, dass es weniger wird, können Sie im Prinizip nichts geben. Sie haben die Macht dafür nicht. Zum Glück für Sie kann die Bundeswehr nur ein paar Maschinen fliegen lassen, viele sind im Ausland oder nicht einsatzfähig. So lange in Spangdahlem Flieger und in Büchel Atomwaffen gelagert sind, müsste man jedes Wochenende für den Abzug Demos veranstalten. Liebe Bürger, der Lärm wird nicht weniger, sondern mehr werden. Die Nato hat meines Wissens über unser Gebiet Saar/Rheinland-Pfalz ein neues Computersystem gelegt (Test- und Planspiele für den Luftkampf), dass man hier im Frühjahr und Sommer bei schönem Wetter Natoübungen mit allen Natopartnern abhält.