Kolumne Unsere Woche: Längst nicht alles ist picobello

Kolumne Unsere Woche : Längst nicht alles ist picobello

Gerade sind sie wieder ausgeschwärmt, die fleißigen Müllsammler, die das aufheben, was andere achtlos weggeschmissen haben. Die Picobello-Aktion hat sich zu einer Massenbewegung entwickelt, in der sich auch unzählige junge Menschen engagieren.

Wenn sie Flaschen und Dosen in Müllsäcke packen, am Wegesrand oder im Wald auf Ölkanister, Autobatterien, alte Reifen und andere Sachen stoßen, die dort nicht hingehören, bekommen sie drastisch vor Augen geführt, wie man es nicht macht. Insofern hat das Großreinemachen bestenfalls auch einen erzieherischen Effekt.

Wer sich ekeln muss, um die Hinterlassenschaften unverantwortlich handelnder Zeitgenossen zu beseitigen, der wird sich hoffentlich selber umweltbewusster verhalten. Und wer sich durch Initiativen wie Picobello ermuntert sieht, seinen Müll in der Natur abzukippen, weil sich ja immer ein Dummer findet, der hinterherräumt, der ist gewaltig auf dem Holzweg. Wünschenswert wäre es, wenn Aktionen wie Picobello überflüssig werden. Weil alle ihren Restmüll in die graue Tonne werfen und Biomüll in die grüne. Und wer Größeres zu entsorgen hat, dem sei der oft kurze Weg zum nächsten Wertstoffhof ans Herz gelegt. Unserer Umwelt zuliebe.