Kunstraum Pförtnerhäuschen

Kunstraum Pförtnerhäuschen

Saarbrücken. Im Prinzip versteht sich der Neue Saarbrücker Kunstverein, ein Zusammenschluss von Kunststudenten, als mobile Eingreiftruppe, die an profanen Orten mit Aktionen rund um zeitgenössische Kunst überrascht. Nun hat sich der Verein aber doch eine Art Dauer-Ausstellungsraum gesucht: das verwaiste Pförtnerhäuschen auf dem Saartoto-Parkplatz

Saarbrücken. Im Prinzip versteht sich der Neue Saarbrücker Kunstverein, ein Zusammenschluss von Kunststudenten, als mobile Eingreiftruppe, die an profanen Orten mit Aktionen rund um zeitgenössische Kunst überrascht. Nun hat sich der Verein aber doch eine Art Dauer-Ausstellungsraum gesucht: das verwaiste Pförtnerhäuschen auf dem Saartoto-Parkplatz. Die Saarland Sporttoto-Gesellschaft stellt es zur Verfügung und kommt so zur Ehre eines "Zentrums für Kunst und Parken". Alle vier bis sechs Wochen soll dort eine jeweils nur rund 24 Stunden dauernde Ausstellung stattfinden. Dies entspricht dem Finanzressourcen schonenden Konzept des Vereins. "Wir wollen in die Kunst, nicht in Aufsicht oder Absicherung, investieren", sagt die 2. Vereins-Vorsitzende Mirjam Bayerdörfer. So seien auch keine Eingriffe in die Bausubstanz des Pförtnerhäuschens geplant. Der Verein erforscht laut Programm Kunst-Vermittlungs-Möglichkeiten außerhalb der üblichen Räume und "Verwertungs-Strategien". Was für die Sponsoren bedeutet, nicht immer mit "barer Münze" dabei zu sein, sondern dass auch ideelle Unterstützung und Begeisterung für die Sache willkommen sind. Wie im Falle des Pförtnerhäuschens. Das erlebte am Freitagnachmittag seine Premiere als Kunstraum, durch eine Aktion des Zürcher Künstlers Stefan Burger. Saartoto-Direktor Jürgen Schreier war am Freitag die Freude am unkonventionellen Projekt anzumerken, das mit einer erfrischenden Dosis Unernsthaftigkeit daher kommt, zugleich aber dem Interventions- und Irritations-Anspruch seriöser Kunst Genüge leistet. "Die Seele des Häuschens wird sich verändern", meinte Schreier. ce