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Konzert am Samstag in Saarbrücken
The Hermetic Electric: Gute alte Melancholie

FOTO: Indiera Promo
Saarbrücken. Wird hier das Rad neu erfunden? Das nun nicht – aber gekonnt zurückgedreht wird es. In eine Zeit, in der Ian Curtis von Joy Division noch lebte und Robert Smith von The Cure noch ein junger schlanker Mann war. Von Tobias Kessler
Tobias Kessler

The Hermetic Electric heißt die vierköpfige Band aus Belgien, die in einer seligen New-Wave-Vergangenheit schwelgt und am Samstag nach Saarbrücken kommt. 2013 hat sich die Band gegründet, 2017 erschien das erste und bislang einzige Album: „Feel Nothing“, ein Wandern durch Melancholie in sieben Stücken, mit getragener Stimmung und viel Atmosphäre – vor dem inneren Auge sieht man da auf der Bühne schon die Nebelmaschine arbeiten.


Die Stimme klingt ein bisschen verhangen, als schalle sie sie aus einer Gruft herüber, Bass und Gitarre agieren getragen, die Rhythmen aus dem Rechner scheppern mal mit viel Echo (im Auftakt „Out of Coma“), mal klicken und klacken sie dank trickreicher Programmierung (wie in „M.R.I.“). Ein kurzes „Interlude“ ist mit Stimme und akustischer Gitarre das reduzierteste Stück, ansonsten dominieren Keyboard-Klangflächen in Moll – nicht zuletzt beim fast zehnminütigen Titelstück, das dieses gelungene Album beschließt: Hier badet die Band geradezu in einer ausufernden und musikalisch eleganten Melancholie.

„Feel Nothing“ kann man sich anhören und kaufen unter https://hermeticelectric.bandcamp.com/album/feel-nothing



Konzert, zusammen mit den Pariser Kollegen Icesun: Samstag, 16. Februar, im Studio 30 (Mainzerstraße 30, SB). Einlass ab 19.30 Uhr.

Tickets (10 Euro) nur an der Abendkasse. Im Anschluss Aftershow-Party mit DJ Gerdi (5 Euro).