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Trauer um Völklinger Künstlerin
Zum Tod der Bildhauerin Inge Andler-Laurenz

Bildhauerin Inge Andler-Laurenz (2011).
Bildhauerin Inge Andler-Laurenz (2011). FOTO: BeckerBredel
Völklingen. Im Alter von 83 Jahren ist die Völklinger Bildhauerin Inge Andler-Laurenz in ihrer Heimatstadt gestorben. Bekannt wurde sie durch zahlreiche Arbeiten im öffentlichen und im sakralen Raum, vor allem Metallskulpturen. Von Doris Döpke

So schuf sie für Völklingen unter anderem den Mutter-Kind-Brunnen im Pfarrgarten und die Plastik „Weinende Mutter“ zum Gedenken an alle Opfer der Kriege. Die Wohnstadt Überherrn verdankt ihr die eindrucksvollen Portale der Kirche St. Monika. Im Fraktionsgebäude des saarländischen Landtags steht ihre Plastik „Der Eisen-Mann“ aus zusammengefügten Metall-Elementen, die sie teilweise aus dem Schrott der Völklinger Saarstahl AG zusammengesucht hatte. Für Arbeiten wie diese hatte sie eigens das Schweißen gelernt, montierte ihre Skulpturen dann in der Saarstahl-Lehrwerkstatt. Inge Andler-Laurenz war oft  bei Ausstellungen der Künstlerinnengruppe Saar dabei und auch bei der Landeskunstausstellung. Und sie beteiligte sich am „Weg der Kunst“, den der Bund Bildender Künstler (BBK) 2005 auf der Bergehalde Ensdorf installierte. Orte und Themen ihrer Arbeiten zeugen von ihrer Verbundenheit mit ihrer Heimatregion, mit Gruben und Hütten.


1984 erhielt sie eine Goldmedaille der Stadt Metz für ihre Plastik „La fuite – Die Flucht“. 2005 wurde sie mit dem Fritz-Zolnhofer-Preis der Stadt Sulzbach ausgezeichnet.