| 20:45 Uhr

Museumseröffnung in Bonn
Wohnhaus von Macke wird Museum

Bonn. August Macke (1887-1914), einer der bekanntesten Maler des Expressionismus, erhält ein neu gestaltetes Museum. Sein früheres Wohn- und Atelierhaus in Bonn wurde nach zweijährigen Baumaßnahmen am Sonntag als Künstlerhaus eröffnet, wie die Bundesstadt mitteilte. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) würdigte das neu gestaltete Museum als „Glanzstück“. Mit der Eröffnung beginnt die 150 Exponate umfassende Schau „August Macke und Freunde – Begegnung in Bildwelten“.

Der im westfälischen Meschede geborene Maler verbrachte einen bedeutenden Teil seines kurzen Lebens in Bonn. Am 26. September 1914 starb Macke im Alter von nur 27 Jahren als Soldat in Frankreich. Der Erweiterungsbau an dem klassizistischen Wohn- und Atelierhaus im Bonner Nordwesten entstand nach Entwürfen des Architekten Karl-Heinz Schommer. Das Ensemble schließt sich L-förmig um den einstigen Garten der Familie. In Mackes Atelier entstanden viele seiner wichtigsten Gemälde, daneben Druckgrafiken, Skulpturen und kunsthandwerkliche Objekte.



Grütters erklärte, das Museum verbinde die authentische Wirkungsstätte Mackes mit neuen Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen. Hier könne „das Werk und das Schaffen dieses großen Meisters des deutschen Expressionismus nun endlich angemessen präsentiert werden“. Daher habe sich der Bund mit 3,5 Millionen Euro an der Errichtung des Anbaus beteiligt. „Ich bin überzeugt, dass das Museum nicht nur als Ausstellungsort der Werke August Mackes, sondern auch als Forschungsstätte zum Rheinischen Expressionismus einen wichtigen Platz in der deutschen und internationalen Museumslandschaft einnehmen wird“, sagte Grütters.

Die Kosten für den Umbau beliefen sich auf rund 7,25 Millionen Euro, hieß es.