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| 20:48 Uhr

Kino
„Wir sollten die Kälte fühlen und nicht nur so tun“

Dreharbeiten unter harten Bedingungen: Kate Winslet und Idris Elba in  „Zwischen zwei Leben“.
Dreharbeiten unter harten Bedingungen: Kate Winslet und Idris Elba in  „Zwischen zwei Leben“. FOTO: - / dpa
Saarbrücken. In Hany Abu-Assads Drama „Zwischen zwei Leben“ müssen sich zwei Fremde gemeinsam durch verschneites Hochgebirge schlagen, um zu überleben.

Der Schauspieler, Musiker und DJ Idris Elba (45) wurde vor allem für seine Rolle als Drogendealer in der amerikanischen Kultserie „The Wire“ bekannt. Er erhielt mehrere Auszeichnungen als Hauptkommissar Luther in der gleichnamigen BBC-Serie. Seit Jahren ist er als möglicher Bond-Nachfolger für Daniel Craig im Gespräch. Jetzt spielt er in dem Film „Zwischen zwei Leben“, der morgen startet, einen Chirurgen, der mit einer Fotojournalistin (Kate Winslet) im Hochgebirge Idahos mit einem Kleinflugzeug abstürzt. Zu zweit versuchen sie, dem Tod in der Wildnis zu entgehen.

Hat Ihnen der Dreh Spaß gemacht?

ELBA Ich habe das Filmemachen genossen, weil es sehr erhebend war. Das Hochgebirge in Kanada, wo wir gedreht haben, war ein wunderschöner Ort. Ich fühlte mich sehr, sehr klein und wirklich privilegiert, dort zu sein.

Was war die schlimmste Szene in den Bergen?

ELBA Es gab eine Szene, kurz bevor wir die Höhle finden. Kate und ich schlagen uns durch den Schnee, der uns bis zum Hals reicht. Wir rackern uns durch diesen Schnee hindurch. Es war hart, es war anstrengend, und wir haben es getan.

Was hat Ihnen am meisten an der Geschichte gefallen?

ELBA Ich mag, dass es eine menschliche Geschichte ist. Ohne Greenscreen oder großen Action-Plot. Ganz einfach, was würdest du tun, wenn du mit einem völlig Fremden auf einem Berg gefangen wärst? In der heutigen Zeit starren wir mehr auf unsere Smartphones als dass wir uns in die Augen schauen. Das ist die Wahrheit. Weil jeder mit seinem Leben durch sein Handy verbunden ist. Wir bekommen von einem Handy keine Empathie, gar nichts. Du erhältst Informationen in Schwarzweiß. Aber wenn du es bittest, dir eine Emotion zu geben, ein Bauchgefühl, das kann es nicht.

Sie und Kate Winslet sind die meiste Zeit auf der Leinwand zu sehen. Ist es eine besondere Herausforderung, einen Film mit nur zwei Protagonisten zu tragen?

ELBA Ja. Sie bitten das Publikum, die Aufmerksamkeit nur zwischen zwei Menschen zu teilen, im Gegensatz zu einer Besetzung mit mehreren Charakteren. Und Sie müssen jede Entscheidung glaubhaft machen, Realität in jedes Wort legen, in alles, was Sie sagen, weil das Publikum viel Zeit mit Ihnen verbringt. Kate und ich haben darüber gesprochen, ob es das für uns schwerer macht. Aber ich denke, wir haben die Herausforderung genossen, weil wir mehr von uns selbst gegeben haben.

Sie haben einige Dokumentarfilme in Ihrer Karriere gemacht – fühlte sich der Film manchmal eher danach an?

ELBA Es ist eine Art Mischform, weil unser Regisseur (Hany Abu-Assad) wollte, dass Kate und ich die Kälte fühlen und nicht nur so tun. Wir drehten nicht in einem Studio, er wollte, dass wir uns auf dem Gipfel eines Berges abmühen, was wir auch machten. Das ist ähnlich wie ein Dokumentarfilm.

Sie werden der nächste Bond, stimmt’s?

ELBA Nein. Nächste Frage?

Die Fragen stellte Uli Hesse (dpa).
Der Film startet morgen.