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Theaterstatistik
Besucherzahlen an deutschen Theatern gesunken

Köln. Die Theater und Orchester in Deutschland haben in der vergangenen Spielzeit mehr Zuschüsse erhalten und die Zahl ihrer Beschäftigten erhöht. Die Zahl der Zuschauer sei zwar im Vergleich zur Vorgänger-Spielzeit leicht gesunken, zitierte der Deutsche Bühnenverein gestern aus der Theaterstatistik 2016/2017. Doch seien die Besucherzahlen bei Vermittlungsveranstaltungen wie Stückeinführungen oder Diskussionen gestiegen.

Die Eigeneinnahmen der Häuser seien stabil geblieben.


Bei den öffentlich getragenen Theatern und Orchestern stiegen die Zuschüsse von rund 2,5 Milliarden Euro auf etwa 2,6 Milliarden Euro. Einschließlich der Musiker in selbstständigen Orchestern und Rundfunkorchestern waren insgesamt 44 361 Mitarbeiter fest an den Theatern und Orchestern angestellt. Im Vorjahr waren es 44 237. Die Besucherzahlen sanken von rund 21 Millionen auf etwa 20,5 Millionen. Der Geschäftsführende Direktor des Deutschen Bühnenvereins, Marc Grandmontagne, verwies auf seit Jahren schwankende Zuschauerzahlen.

Die Sparte Oper verzeichnete einen Rückgang um 2,2 Prozent, Tanz um 3,3 Prozent, Schauspiel um 2,9 Prozent. Auch im Kinder- und Jugendtheater gab es einen Rückgang um 3,7 Prozent. Bei den „sonstigen Veranstaltungen“ habe der Besucheranstieg bei 7,9 Prozent gelegen, bei Veranstaltungen im „theaternahen Rahmenprogramm“ bei 5,4 Prozent. Die Statistik berücksichtigt 140 Staatstheater, Stadttheater und Landesbühnen sowie 128 Orchester, 210 Privattheater und 84 Festspiele.