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Musik
Streit in der Elbphilharmonie: Chefdirigent geht  früher

Hamburg. Der Chefdirigent der NDR Elbphilharmonie, Thomas Hengelbrock, verlässt das Orchester im Streit. Statt wie geplant 2019 gehe er bereits im Sommer 2018, sagte Hengelbrock der „Welt am Sonntag“. Der NDR bestätigte gestern, dass Hengelbrock den NDR Anfang September gebeten habe, ihn zum Ende der Saison 2017/18 von seiner Position zu entbinden.

Der Chefdirigent der NDR Elbphilharmonie, Thomas Hengelbrock, verlässt das Orchester im Streit. Statt wie geplant 2019 gehe er bereits im Sommer 2018, sagte Hengelbrock der „Welt am Sonntag“. Der NDR bestätigte gestern, dass Hengelbrock den NDR Anfang September gebeten habe, ihn zum Ende der Saison 2017/18 von seiner Position zu entbinden.


Hengelbrock sagte der „Welt am Sonntag“, das Vorgehen des NDR sei sehr unerfreulich gewesen, „unmittelbar nach der öffentlichen Ankündigung dieses Schrittes meinen Nachfolger zu benennen und noch in derselben Woche, in der ich zehn Konzerte zu dirigieren hatte, vorzustellen.“ Dies sei „vollkommen unüblich und hat nach außen einen ganz falschen Zungenschlag in diese Sache gebracht“. Achim Dobschall, Leiter des Bereichs Orchester, Chor und Konzerte, sagte dagegen: Um für das Orchester eine Arbeit auf hohem Niveau gewährleisten zu können, sei es notwendig gewesen, die Planung für die Saison 2019/20 bis zum Sommer 2017 mit dem neuen Chefdirigenten festzulegen. „Deshalb erfolgte die Berufung von Alan Gilbert Ende Juni.

Auch zur Kritik an seinem Programm und am Orchester äußerte sich Dirigent Hengelbrock:  Er habe nicht alle seiner Ziele mit dem Klangkörper erreicht. Auch seine Spielstätte, die Elbphilharmonie, sei akustisch nicht immer einfach. Über seine berufliche Zukunft wollte er noch nichts sagen.