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| 19:47 Uhr

Singing in the Stau

Emma Stone und Ryan Gosling im Film „La La Land“, der im Dezember bei uns startet. Foto: Studiocanal
Emma Stone und Ryan Gosling im Film „La La Land“, der im Dezember bei uns startet. Foto: Studiocanal FOTO: Studiocanal
Venedig. Kino als Flucht vor der grimmigen Realität: Gestern hat ein nostalgisches, knallbuntes Musical die Internationalen Filmfestspiele von Venedig eröffnet: „La La Land“. Sascha Rettig

Die Stimmung war zur Eröffnung gedämpfter als sonst. Nicht nur das Gala-Dinner war abgesagt - aus Respekt für die Opfer des Erdbebens in Italien. Auch durch die verschärften Sicherheitsvorkehrungen sind die Italiener weniger grundentspannt als sonst.

Ganz verhindern ließ sich die gute Laune aber doch nicht - das lag am Eröffnungsfilm "La La Land" von Damien Chazelle, einer romantischen Musicalfantasie, die bereits für die erste Szene Applaus bekam. Darin bricht aus einer alltäglichen Situation im Autostau in Los Angeles eine atemberaubende Musicalsequenz heraus, mit einer Choreografie voller Energie und Überraschungen, ganz ohne Schnitt. "Wir brauchen jetzt mehr denn je Freude und Hoffnung auf der Leinwand", erklärte der US-Regisseur, dessen Schlagzeuger-Drama "Whiplash" 2014 gefeiert wurde. "Film als Traumland, als eine Sprache der Träume."

Ryan Gosling und Emma Stone sind ein äußerst charmantes Filmpaar: er als Auftrags-Pianist mit einer Leidenschaft für Jazz, der vom eigenen Club träumt. Sie als junge Schauspielerin, die noch nie eine große Rolle an Land ziehen konnte. Sie lernen sich kennen, verlieben sich und werkeln beide an der Erfüllung ihrer Träume. Allerdings müssen sie feststellen, dass diese Pläne ihrer Liebe dazwischenfunken.

Stone und Gosling singen selbst, tanzen und steppen auch; wenn sie im Wiegeschritt zu den Sternen schweben, schwebt man mit. Eine einfallsreiche Hommage an das alte Hollywood und viele (Musical-)Klassiker der Traumfabrik. Nur der Schwung der ersten Hälfte will nicht so ganz bis zum unhappy Happy End durchhalten, die federleichte Handlung kann in den Krisenszenen keine Tiefe entwickeln. Trotzdem ein wunderschöner Start für das Festival.