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Rechtsextremist Dörner bleibt Intendant in Budapest

Budapest. Das Budapester Stadtparlament hat gestern den Rechtsextremisten György Dörner für weitere fünf Jahre mit der Intendanz des Budapester Neuen Theaters (Uj Szinhaz) betraut. Dörners erste Ernennung 2011 hatte internationale Proteste provoziert. Es wurde vermutet, dass sie auf Wunsch des rechts-konservativen Ministerpräsidenten Viktor Orban erfolgt war. Agentur

Schauspieler Dörner war lange Anhänger des 2012 gestorbenen antisemitischen Schriftstellers Istvan Csurka, Chef der Lebens- und Wahrheitspartei (MIEP). In seiner Bewerbung hatte Dörner der "entarteten, krankhaften liberalen Hegemonie" im Theater den Kampf angesagt. Unter seiner Intendanz verlor das Theater viele Zuschauer und fast das ganze Ensemble.