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Ophüls-Festival: Was wird neu? Und was bleibt?

Saarbrücken. Ist das nun eine Entschlackung? Oder eine Profilschärfung? Oder eher eine zeitgemäße Form des Labeling? Die Macher des Saarbrücker Ophüls-Filmfestivals haben gestern einige "konzeptionelle Änderungen" für den kommenden Festival-Jahrgang (23. bis 29. Januar) mitgeteilt. Diese zielen eher auf das Beiprogramm, das Herzstück des Festivals - die vier Wettbewerbsreihen (Spielfilm, Dokumentarfilm, mittellanger Film und Kurzfilm) - bleiben davon unberührt. Christoph Schreiner

Dafür will die neue Leiterin Svenja Böttger, assistiert vom bewährten Programmkurator Oliver Baumgarten, in den Nebenreihen für mehr Übersicht und Stringenz sorgen: So gehen die bisherigen Sektionen "Spektrum" und "Saarbrücker Premieren" künftig in einer "MOP-Watchlist" auf: Rund 15 Filme umfassend, soll sie einen Querschnitt aktueller deutschsprachiger Nachwuchsfilme des Produktionsjahres 2016 liefern. Ähnliches soll als Pendant im Kurzfilmbereich eine "MOP-Shortlist" leisten. In einer neuen Reihe "MOP-Klassiker" sollen fortan prämierte Filme aus 37 Jahren Festival-Historie laufen. Die interessanteste Neuerung verspricht die letzte Reihe "MOP-Visionen", die auch nicht-cineastische Wege bildhaften Erzählens im Zeichen neuer Technologien abbilden soll. Klingt schlüssig.