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Nach Bayreuth ist vor Bayreuth: Pläne und Personalien

Bayreuth. Die gestern zu Ende gegangenen Bayreuther Festspiele wollen 2017 ihre Vergangenheit besser aufarbeiten. Man plane ein zweitägiges Symposium unter dem Titel "Wagner im Nationalsozialismus", kündigte Festspielchefin Katharina Wagner an. "Das Rechtskonservative ist in diesem Festspielhaus ewig gepflegt worden", meinte Regisseur Uwe Eric Laufenberg, mit dessen "Parsifal"-Inszenierung die 2016er Ausgabe eröffnet worden waren. Agentur

Für die kommenden Spielzeiten gab Katharina Wagner nur eine neue Personalie bekannt. Der Nachfolger für den im Vorfeld der diesjährigen Festspiele kurzfristig abgesprungenen und auch 2017 gesetzt gewesenen Dirigenten Andris Nelsons, Hartmut Haenchen (73), wird wie gehabt den "Parsifal" dirigieren. Seit langem bekannt ist, dass die Festspiele 2017 nach "Ring"-Regisseur Frank Castorf einen weiteren Berliner Intendanten berufen: Barrie Kosky, Kopf der Komischen Oper, wird unter Philippe Jordans Dirigat die "Meistersinger von Nürnberg" inszenieren. 2018 führt dann Alvis Hermanis bei "Lohengrin" Regie - unter dem Bühnenbild von Maler-Star Neo Rauch. Am Pult wird erneut Bayreuths Haus- und Hofdirigent Christian Thielemann stehen. Für die Besetzung der Elsa verhandelt Wagner mit Anna Netrebko - was eine kleine Sensation wäre. Für den 2019 anstehenden "Tannhäuser" ist mit Tobias Kratzer nur der Regisseur bekannt. Wer 2020 den neuen "Ring des Nibelungen" inszeniert und dirigiert, ist noch völlig offen.