Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 20:31 Uhr

Homburger Meisterkonzert
Meisterkonzert mit viel Applaus - und manchmal zu früh

Homburg. Zu Gast beim Meisterkonzert am Donnerstag war das italienische „Quartetto di Cremona“, 2017 mit dem „Echo Klassik“ ausgezeichnet. Alle Streicher spielen seit kurzem Instrumente aus der Werkstatt Stradivaris, was sich durch ein sehr ausgewogenes Klangbild bemerkbar machte. Bemerkenswert auch, dass Violinen und Viola aufs bequeme Sitzen verzichten und im Stehen musizieren. Von Helmut Fackler

Zu Gast beim Meisterkonzert am Donnerstag war das italienische „Quartetto di Cremona“, 2017 mit dem „Echo Klassik“ ausgezeichnet. Alle Streicher spielen seit kurzem Instrumente aus der Werkstatt Stradivaris, was sich durch ein sehr ausgewogenes Klangbild bemerkbar machte. Bemerkenswert auch, dass Violinen und Viola aufs bequeme Sitzen verzichten und im Stehen musizieren.

Hoch expressiv, mit spätromantischem Duktus eröffnete Anton Weberns „Langsamer Satz  Es-Dur“ den Abend leidenschaftlich und intensiv. „Mit bewegtem Ausdruck“ fügten sich die extremen Differenzierungen in Spieltechnik, Dynamik und Rhythmik zu einem geschlossenen Bild. Beethovens tiefgründiges Quartett a-moll op. 132 schloss sich an. Der dritte Satz, ein „Heiliger Dankgesang…“ ist des Meisters Genesung von schwerer Krankheit gewidmet. Dieses emotionale Zentrum, ein in F-lydisch gehaltener, choralartiger Gesang, wird umrahmt von formal originellen, mitunter schroffen Sätzen. Das Quartett arbeitete die Kontraste expressiv heraus, sorgte jedoch

auch mit verbindlicher Kantabilität für den Zusammenhalt. Eine Interpretation, deren Geschlossenheit leider durch das Hineinklatschen einiger Ungeduldiger in die retardierenden Satzpausen gestört wurde.

Höhepunkt wurde das Klavierquintett op.44 von Robert Schumann. Der junge, hochsensible Pianist Aaron Pilsan ergänzte das Ensemble mit lockerer Virtuosität und homogener Integration. Bei Schumanns wohl schönstem Kammermusikwerk konnten die Musiker ihr ganzes Temperament ausspielen. Mitreißend vital, stürmisch druckvoll, farbenreich, vom feinsten Pianissimo bis zum kraftstrotzenden Fortissimo geweitet, und, und, und… Nach einer so spannenden Interpretation war nichts mehr hinzuzufügen. Trotz des üppigen Beifalls. Bravissimo!