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Buchmessen-Bilanz
Leipziger Buchmesse schließt mit Besucherminus

Leipzig. (dpa) Wetterkapriolen und Verkehrschaos an den wichtigsten Ausstellungstagen haben der gestern zu Ende gegangenen Leipziger Buchmesse einen leichten Besucherrückgang beschert: 271 000 Besucher wurden gezählt, 14 000 weniger als im bisherigen Rekordjahr 2017. Neben eisigem Wind und stehenden Zügen prägte auch die Debatte um den Auftritt rechter Verlage die Buchmesse.

 Vor allem am Wochenende standen sich an den Ständen der rechten Verleger rechte und linke Gruppen gegenüber. „Auch friedliche Auseinandersetzungen sind Auseinandersetzungen. Da wird es laut, und die Bilder sind teilweise nicht schön“, sagte Messedirektor Oliver Zille. Dennoch müssten alle lernen, mit extremeren Situationen umzugehen. Die werde man auch in Zukunft nicht von der Buchmesse ausschließen können, man wolle aber genau abwägen, was verbessert werden könne. Die immer wieder diskutierte Trennung der Buchmesse von der bunten Manga-Comic-Con mit ihren jungen und oftmals aufwendig kostümierten Besuchern lehnt Zille weiter ab. Im nächsten Jahr wird Tschechien Gastland sein.


 Von Donnerstag an hatten sich in Leipzig rund 2600 Aussteller aus 46 Ländern präsentiert. Parallel lief das Festival „Leipzig liest“ in der Innenstadt. Ausgerechnet am traditionell besucherstärksten Samstag hatten Schneeverwehungen und vereiste Weichen zu Behinderungen auf Schienen und Straßen gesorgt. Züge im Nah- und Fernverkehr mussten den Hauptbahnhof umfahren.