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Kommentar
Große Kunst, nicht nur Touristenfang

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Es gibt wenige Kunst-Giganten wie Gerhard Richter. Umso surrealer die Vorstellung, dass demnächst Kunst-Jünger aus aller Welt nach Tholey fahren könnten, um sich Kirchenfenster von ihm anzuschauen. Denn das ist eine Gattung, mit der sich der Multistilist bisher erst einmal beschäftigt hat, für den Kölner Dom. Von Cathrin Elss-Seringhaus
Cathrin Elss-Seringhaus

Doch wenn die Gesundheit des Künstlers mitspielt, wird es wohl genau dazu kommen: Tholey erscheint auf der Kunst-Pilger-Karte. Als ältestes Kloster Deutschlands hat sich die Anlage sowieso schon  einen Namen unter Touristikern gemacht, nachdem Erhalt  und Modernisierung 2009 in Gang und so erfolgreich umgesetzt wurden. Nun werden noch mehr Tore aufgestoßen, der Ort erhält eine radikal neue Wertigkeit.  Doch die Richter-Fenster, so sie denn kommen, sind mehr als Besucher-Magnete. Wer das Werk des Künstlers kennt, wird sich auf eine Begegnung mit ihnen schlicht freuen wie ein Kind und wird sich wie ein König fühlen, sie in der Nähe zu wissen.